Medienmitteilung

Geschäftsbericht der Staatsanwaltschaft für das Jahr 2025

  • 17.03.2026

An seiner gestrigen Sitzung hat der Regierungsrat den Geschäftsbericht der Staatsanwaltschaft für das Jahr 2025 zur Kenntnis genommen. Die operative Belastung ist erneut angestiegen, insbesondere im Bereich der aufwändigen Verfahren. Im Berichtsjahr ist eine Zunahme der Anklagen mit obligatorischer Anklagevertretung um über 18 Prozent zu verzeichnen.

Die Geschäftszahlen zeigen erneut: Die Belastung der Staatsanwaltschaft nimmt weiter zu. Die Verfahren wegen Verbrechen und Vergehen sind auf einen neuen Rekordwert angestiegen. Trotz Steigerung der Erledigungen konnte ein Pendenzenanstieg
bei den Verfahren wegen Verbrechen und Vergehen nicht verhindert werden. Überproportional zugenommen haben die aufwändigen Verfahren. Hier ist in erster Linie die Zunahme der Anklagen mit obligatorischer Anklagevertretung um über 18 Prozent zu nennen. Einen weiteren markanten Anstieg um 27 Prozent gab es bei den Verfahren im Zusammenhang mit der Untersuchung von aussergewöhnlichen Todesfällen. Dieser Anstieg kam nicht überraschend, steht er doch weitgehend im Zusammenhang mit den Freitodbegleitungen, welche die Sterbehilfeorganisation Pegasos im Kanton Solothurn durchführt.

Die vollständige und rasche Aufklärung von schweren Gewaltverbrechen stellt eine ständige operative Zielsetzung der Staatsanwaltschaft dar. Im Jahr 2025 wurden 14 Verfahren wegen eines versuchten oder vollendeten vorsätzlichen Tötungsdelikts
eröffnet.

Trotz der zunehmenden Fallbelastung konnte die Effizienz des vergangenen Jahres beibehalten werden: 95 Prozent aller Geschäfte wurden innerhalb von sechs Monaten erledigt.

Die Bekämpfung des Drogenhandels in Zusammenarbeit mit der Polizei Kanton Solothurn ist nach wie vor ein Schwerpunkt der Staatsanwaltschaft. In diesem Bereich wurden im Berichtsjahr mehrere aufwändige Verfahren gegen die Hintermänner
des organisierten Handels mit harten Drogen geführt, während ein weiterer Fokus auf die Verhaftung einer möglichst grossen Zahl von Kurieren gelegt wurde.

Daneben wurde ein weiterer Schwerpunkt auf die Bekämpfung des Anbaus von illegalem Marihuana gelegt. Die entsprechenden Ermittlungen führten zur Aushebung von 19 Indooranlagen und Verfahren gegen 24 Personen. Bei 30 Hausdurchsuchungen
und weiteren Ermittlungen konnte Marihuana im Wert von bis zu 6,3 Millionen Franken sichergestellt werden. Zudem wurden Vermögenswerte im Umfang von rund 300'000 Franken beschlagnahmt, welche mutmasslich aus dem Drogenhandel stammen.

Der vollständige Geschäftsbericht kann unter Geschäftsberichte - Kanton Solothurn eingesehen werden.

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