Der Anteil der Menschen im Kanton Solothurn, die Sozialhilfe beziehen, nimmt ab. Die gesamtschweizerische Sozialhilfequote ist gegenüber dem Vorjahr tiefer und liegt neu bei 3,1 Prozent. Im Kanton Solothurn sank die Sozialhilfequote ebenfalls, von 3,3 auf 3,2 Prozent. Erfreulich entwickelt sich die Sozialhilfequote insbesondere bei Flüchtlingen und Asylsuchenden. Bei den Flüchtlingen sank die Sozialhilfequote von 80,7 auf 79,1 Prozent und bei den Asylsuchenden von 76,5 auf 67,1 Prozent. Damit liegen beide Werte unter dem schweizerischen Durchschnitt.
Viele Kinder in der Sozialhilfe
Bei knapp einem Drittel aller unterstützten Personen handelt es sich um Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Sie weisen damit die mit Abstand höchste Sozialhilfequote aus. Diese ist fast doppelt so hoch wie bei den Erwachsenen. Auch Alleinerziehende haben immer noch ein hohes Risiko zum Sozialhilfebezug. Diese Quote liegt weiterhin bei rund 25 Prozent.
Erwerb und Sozialhilfe
In der Sozialhilfe haben 31 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter eine bezahlte Arbeit. Das sind rund 2'000 Personen, welche einen Teil ihres Lebensunterhaltes selber bestreiten können und dadurch weniger Sozialhilfe benötigen. Erfreulich ist, dass 326 Personen eine Berufslehre absolvieren. Das entspricht einem deutlichen Anstieg. Oft können diese Personen bereits während der Berufslehre oder spätestens im Anschluss ihren Lebensunterhalt mit eigenen Mitteln bestreiten.
Asyl und Flüchtlinge
Im Jahr 2021 wurden deutlich weniger Personen im Asyl- und Flüchtlingsbereich unterstützt. Einige davon konnten von der Sozialhilfe abgelöst werden. Ein grosser Teil ist in der Flüchtlingswelle 2015/2016 eingereist.