Medienmitteilung

Jahresbericht Lebensmittelkontrolle Kanton Solothurn

  • 15.07.2026

Die Lebensmittelkontrolle im Gesundheitsamt hat im Jahr 2025 insgesamt 1’595 Kontrollen durchgeführt und rund 3’850 Proben untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine wirksame Überwachung notwendig bleibt. Sie ist eine wichtige Voraussetzung für die Lebensmittelsicherheit, den Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten sowie eine hohe Wasserqualität.

Die Lebensmittelkontrolle führte im vergangenen Jahr 1’595 Kontrollen in Lebensmittelbetrieben im gesamten Kantonsgebiet durch. Kontrolliert wurden Restaurants, Imbissbetriebe, Metzgereien, Bäckereien, Detailhandelsgeschäfte sowie zahlreiche weitere Betriebe. Die Kontrollergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Betriebe ihre Verantwortung gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten erfüllt. Gleichzeitig ist die Lebensmittelkontrolle vermehrt mit anspruchsvollen Fällen konfrontiert, die umfangreiche Abklärungen und einen konsequenten Vollzug erfordern. 

Die Lebensmittelkontrolle musste 153 Prozessverbote als Sofortmassnahme bei erheblichen Mängeln verfügen. Darüber hinaus wurden 101 Strafanzeigen aufgrund von schwerwiegenden Verstössen gegen das Lebensmittelrecht eingereicht. 15 Betriebe mussten im Berichtsjahr vorübergehend geschlossen werden, um die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten nicht zu gefährden. Dieser deutliche Anstieg der Betriebsschliessungen bestätigt einen Trend, der sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat. In Teilen der Lebensmittelbranche ist eine qualitative Verschlechterung festzustellen.

Die Lebensmittelkontrolle hat im Berichtsjahr in ihren Laboratorien auch zahlreiche Proben untersucht: 1’390 Lebensmittelproben, 110 Duschwasserproben und 80 Badewasserproben. Für das Amt für Umwelt wurden zusätzlich 1’956 Umweltproben untersucht.

Wasserqualität regelmässig überprüft

Weiter hat die Lebensmittelkontrolle die Qualität von Trinkwasserversorgungen und öffentlichen Badeanlagen überwacht. Die grosse Mehrheit der Betriebe und der untersuchten Proben entsprach den gesetzlichen Anforderungen. Auch die Qualität der überwachten Badestellen in Seen und Flüssen (Aare, Emme, Burgäschisee) erwies sich insgesamt als gut.

Neue Herausforderungen für die Lebensmittelkontrolle

Neben der klassischen Lebensmittel- und Wasserüberwachung gewinnen Themen wie PFAS, Chlorothalonil-Metaboliten und andere langlebige Schadstoffe zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig werden einzelne Vollzugsfälle komplexer und erfordern vertiefte Abklärungen sowie eine enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden. Seit 2023 gehört zudem die Kontrolle von Solarien zum Aufgabengebiet der Lebensmittelkontrolle.

Weitere Informationen

Jahresbericht 2025 zum Download sowie Hintergrundinformationen: lmk.so.ch

 

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