Medienmitteilung

Japankäfer: Erneute Funde in der Region Gunzgen

  • 01.06.2026

In der Region Gunzgen sind erneut Japankäfer gefunden worden. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, hat das Amt für Landwirtschaft ab heute Massnahmen verfügt. Die betroffenen Gemeinden wurden über die Massnahmen informiert.

Hintergrund: Im Spätsommer 2024 wurden südlich der Raststätte «Gunzgen Süd» wenige Japankäfer gefunden. Trotz der bisher eingeleiteten Massnahmen wurde am Ende der Flugsaison 2025 eine Ausdehnung der Japankäfer-Population festgestellt. Somit haben sich Befallsherd sowie Pufferzone im Vergleich zum letzten Jahr leicht verändert. Die Karte mit den exakten Grenzen ist im Geoportal Web GIS des Kantons Solothurn ersichtlich, unter dem Begriff «Pflanzengesundheit Schadorganismen Massnahmengebiete». Um den Start des Flugs nicht zu verpassen, werden Japankäferfallen in der Pufferzone sowie im Befallsherd ab dem 1. Juni aufgestellt und regelmässig kontrolliert. 

Gestützt auf die Vorgaben des Bundes hat der kantonale Pflanzenschutzdienst Solothurn heute in Absprache mit den Pflanzenschutzdiensten Aargau und Bern erneut einen Befallsherd und eine Pufferzone rund um den Fundort in Gunzgen ausgeschieden und für dieses Gebiet Massnahmen zur Bekämpfung des Japankäfers verfügt. Das betroffene Gebiet und die Massnahmen wurden im Rahmen einer Allgemeinverfügung im Amtsblatt Kanton Solothurn veröffentlicht.

Welchen Schaden richtet der Japankäfer an?

Im Vergleich zu vielen anderen Schädlingen kann der Japankäfer sowohl als Larve wie auch als adultes Insekt Schaden anrichten. Die Larve befindet sich als Engerling im Boden von feuchten Grünflächen und frisst deren Wurzeln ab, so dass die Gräser absterben. Deshalb sind Fussball- oder Golfplätze beliebte Eiablageflächen für den Käfer, da diese oft intensiv bewässert werden. 

Die adulten Insekten verlassen die Grünflächen und können über 400 verschiedene Pflanzenarten befallen. Dazu gehören unter anderem Reben, Äpfel, Steinobst, Beeren aber auch Gemüse, Mais und Wildpflanzen wie Ahorn und Linden. Die Käfer hinterlassen an den Blättern den typischen Skelettfrass. Nebst den Blättern können auch Früchte oder Blüten der Pflanzen befallen werden. 

Wie erkenne ich den Japankäfer?

Der Japankäfer hat auf dem hintersten Körpersegment auf beiden Seiten fünf und am Hinterleib nochmals zwei weitere weisse Haarbüschel, die sich von Auge gut erkennen lassen. Die Flügeldecken des Japankäfers sind kupferfarbig. Die Körperlänge beträgt rund einen Zentimeter. Die Flugzeit des Japankäfers dauert in der Regel von Juni bis September.

Was tun bei einem Verdachtsfall?

Bei einem möglichen Verdacht auf Japankäfer sollten Sie den Käfer einfangen und auf die obengenannten Merkmale überprüfen. Besonders die fünf weissen Haarbüschel auf der Seite und die zwei am Hinterleib sind typisch. Achten Sie auch auf die Grösse. Der Käfer ist nicht grösser als ein Fünfrappenstück. Schicken Sie ein scharfes Foto an den kantonalen Pflanzenschutzdienst Solothurn pflanzenschutz@vd.so.ch.

Weitere Informationen

Japankäfer: Steckbrief, Verdachtsfall, Merkblätter unter wallierhof.so.ch

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