Hintergrund: Qualifizierte Personen, die im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz einreisen, benötigen häufig Unterstützung bei der beruflichen Integration. Der Bund hat deshalb das Pilotprogramm Perspecta lanciert. Dieses wird vom Staatssekretariat für Migration (SEM) zusammen mit Kantonen und Wirtschaft für die Jahre 2026 bis 2030/31 umgesetzt.
Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat nun die Teilnahme am Programm sowie das entsprechende Umsetzungskonzept des Amts für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen (ABMH) genehmigt. Die Erfahrungen aus dem Pilotprogramm sollen auch dazu beitragen, die Grundlagen für eine mögliche spätere gesetzliche Regelung zu schaffen. Das Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) wird derzeit überarbeitet.
Beratung und Begleitung in vier Schritten
Kernstück des Pilotprogramms Perspecta ist die kantonale Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) als zentrale Anlaufstelle. Kommunale Ansprechstellen informieren neu zugezogene Personen über das Angebot und melden Personen mit Beratungsbedarf bei der BSLB an. Diese informiert über das Schweizer Bildungssystem und den Arbeitsmarkt, klärt gemeinsam mit den Teilnehmenden deren Ausgangslage und zeigt passende Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten auf. Entscheidet sich eine Person für ein entsprechendes Angebot, begleitet die BSLB sie während drei bis zwölf Monaten. Ziel ist ein erfolgreicher Einstieg in ein Bildungsangebot oder in den Arbeitsmarkt.
Finanzierung ohne zusätzliche Mittel
Das SEM übernimmt einen wesentlichen Teil der Kosten für die zusätzlichen Ressourcen, die für das Pilotprogramm benötigt werden. Den kantonalen Anteil finanziert das ABMH aus bestehenden personellen und finanziellen Ressourcen.
Zudem übernimmt das ABMH die Projektleitung. Der Ausschuss «Wirtschaftliche Integration» der Interinstitutionellen Zusammenarbeit (IIZ) begleitet das Pilotprogramm Perspecta als strategische Steuergruppe.