Medienmitteilung

KANTONSRAT - Trotz steigenden Lebenshaltungskosten: Der Kantonsbeitrag an die Prämienverbilligung wird nicht aufgestockt

  • 18.11.2022

Der Kanton Solothurn soll sich nächstes Jahr mit rund 77,2 Millionen Franken an der Prämienverbilligung beteiligen. Die Sozial- und Gesundheitskommission SOGEKO stimmt dem Vorschlag des Regierungsrates zu. Zusammen mit dem Beitrag des Bundes würden so fast 173,7 Millionen Franken zur Verfügung stehen – bei gleichbleibendem Kantonsbeitrag von 80 Prozent.

Im Kanton Solothurn sollen nächstes Jahr mehr als 173 Millionen Franken für die Verbilligung der Krankenkassenprämien zur Verfügung stehen. Vom Bund kommen rund 96,5 Millionen, der Regierungsrat will 77,2 Millionen vom Kanton beisteuern. Das entspricht den gesetzlich vorgesehenen 80 Prozent des Bundesanteils. Da mittlerweile rund drei Viertel der Prämienbeiträge an Beziehende von Ergänzungsleistungen EL- und Sozialhilfe fliessen, bleibt immer weniger für die individuelle Prämienverbilligung der einkommensschwachen Haushalte übrig. Die SOGEKO stimmt dem Vorschlag des Regierungsrates zu.

SP/Junge SP-Antrag für zusätzliche Mittel scheitert knapp

Die SOGEKO diskutierte die vom Regierungsrat vorgeschlagenen Prämienverbilligungsleistungen eingehend. Die Kommissionsmitglieder der SP/Junge SP stellten den Antrag, den gesetzlichen Kantonsbeitrag von 80 Prozent des Bundesbeitrags auf 90 Prozent aufzustocken. Die Kommission lehnte diesen Antrag jedoch mit 6 zu 4 Stimmen, bei 2 Enthaltungen, ab.

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