Andreas Walter, Chef des Volkschulamtes, hat den nationalen Bildungsbericht 2026 in einer ersten Lesung der Bildungs- und Kulturkommission (BIKUKO) vorgestellt. Der Bericht zeigt, dass sich der Kanton Solothurn in vielen Bereichen ähnlich wie die gesamte Schweiz entwickelt. Das gemeinsame bildungspolitische Ziel von Bund und Kantonen, wonach 95 Prozent der 25-Jährigen über einen Abschluss auf Sekundarstufe II verfügen sollen, wird weiterhin verfehlt. 2022 verfügten schweizweit 90,1 Prozent der 25-Jährigen über einen entsprechenden Abschluss.
Gemäss dem Bildungsbericht gibt es bei den Abschlussquoten Unterschiede nach sozialer Herkunft, Geschlecht und Sprache. Besonders thematisiert wurden dabei die Unterschiede nach Herkunft und Migrationsstatus. Während Schweizerinnen und Schweizer eine Abschlussquote von 92,1 Prozent erreichen, liegt diese bei Ausländerinnen und Ausländern bei rund 85 Prozent. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass sprachliche Voraussetzungen und der Migrationshintergrund den Bildungsverlauf beeinflussen können. Die Kommission nahm diese Unterschiede und die damit verbundenen Herausforderungen für das Erreichen des 95-Prozent-Ziels zur Kenntnis. Die BIKUKO wird sich im Rahmen einer zweiten Lesung vertieft mit den Erkenntnissen des Bildungsberichts und deren Bedeutung für den Kanton Solothurn auseinandersetzen.
Die Kommission hielt ihre Septembersitzung auf Schloss Waldegg ab. Die BIKUKO-Mitglieder nutzten dabei die Gelegenheit, um sich auf einer Führung über die Geschichte, die kulturhistorische Bedeutung und die heutige Nutzung von Schloss Waldegg zu informieren. Die Sitzung bot damit Gelegenheit, die beiden Themenbereiche Bildung und Kultur in einem besonderen Rahmen miteinander zu verbinden.