Medienmitteilung

Kommission: Ja zum Angebotsausbau für Menschen mit Behinderungen

  • 21.05.2026

Menschen mit Behinderungen sollen im Kanton Solothurn ein möglichst selbstbestimmtes Leben ausserhalb von stationären Institutionen führen können. Die Sozial- und Gesundheitskommission des Kantonsrats unterstützt die vom Regierungsrat vorgeschlagene Angebotsplanung 2030.

Menschen mit Behinderungen wünschen sich zunehmend Wohn-, Arbeits- und Lebensformen mit möglichst viel Eigenständigkeit und nahe zu ihrem bisherigen Lebensmittelpunkt. Die vom Regierungsrat im Frühling vorgeschlagene Angebotsplanung 2030 trägt diesem Bedürfnis Rechnung. Sie setzt einen Schwerpunkt auf den schrittweisen Aus- und Aufbau ambulanter Angebote. Die Sozial- und Gesundheitskommission (SOGEKO) des Kantonsrats heisst die Vorschläge einstimmig gut.

Menschen mit Behinderungen erhalten so mehr Möglichkeiten, in einer eigenen Wohnung zu leben und im ersten Arbeitsmarkt tätig zu sein, an einem inklusiven Arbeitsplatz. Ambulante innerkantonale Angebote sind im Vergleich zu stationären oder ausserkantonalen Angeboten kosteneffizienter. Sie können dazu beitragen, stationäre Eintritte zu vermeiden oder zu verkürzen, und damit den Bedarf an teuren Infrastrukturausbauten zu begrenzen.

Stationäre Einrichtungen bleiben aber weiterhin notwendig. Dies betrifft insbesondere Personen mit schweren Beeinträchtigungen und herausfordernden Verhaltensweisen oder solche mit hohem Pflegebedarf. Für diese Bedarfsgruppen sieht die Planung eine gezielte Weiterentwicklung der bestehenden stationären Angebote vor.

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