Wie sehr beeinflusst unsere persönliche Lebensgeschichte den Blick auf Museumsobjekte und Kulturdenkmäler? Welche Erinnerungen, Assoziationen oder Gefühle verbinden wir mit ihnen?
Im Projekt «Ambassadorinnen und Ambassadoren» des Museums und Begegnungszentrums Schloss Waldegg beschäftigten sich zehn Seniorinnen und Senioren während anderthalb Jahre mit solchen Fragen. Sie wählten Objekte und Räume, die sie persönlich berührten, und entwickelten ihre Zugänge im gegenseitigen Austausch weiter. Dabei wurde deutlich: Die eigene Biografie prägt massgeblich, wie wir Kulturorte wahrnehmen und welche Bedeutung wir ihnen zuschreiben.
Als Ambassadorinnen und Ambassadoren übernahmen die Teilnehmenden eine vermittelnde Rolle und brachten ihre Perspektiven ins Museum ein. So entstanden neue Zugänge zur Sammlung und zum Schloss. Eine zentrale Erkenntnis dabei: Geschichten entstehen im Erzählen – in der Begegnung mit Objekten, mit anderen Menschen und mit uns selbst.
Ziel des Projekts: Offenheit fördern, Neugier wecken
Aus dem partizipativen Vermittlungsprojekt ist eine Broschüre entstanden, die im Museum Schloss Waldegg aufliegt. Sie wurde von den Ambassadorinnen und Ambassadoren selbst verfasst und bündelt ihre Themen, Interessen und persönlichen Sichtweisen. Ergänzt werden die Beiträge vor Ort durch Hörspuren und ein Hörspiel, die ausgewählte Inhalte vertiefen. Darüber hinaus laden verschiedene Formate wie Führungen oder Rundgänge sowie eine sechsteilige Veranstaltungsreihe dazu ein, die Themen weiterzuführen. Ziel des Projekts ist es, Offenheit zu fördern und Neugier zu wecken – für Museumsobjekte ebenso wie für die Geschichten, die wir alle mit uns tragen.
Weitere Informationen
“Erinnern. Erzählen. Entdecken: Mit den Ambassadorinnen und Ambassadoren durchs Schloss Waldegg” (ab 1. April 2026, im Museum Schloss Waldegg)
Link zur Projektwebsite und zur Veranstaltungsreihe
schloss-waldegg.so.ch