Medienmitteilung

Psychische Belastung bei Kindern und Jugendlichen verringern

  • 03.03.2026

Der Kanton Solothurn intensiviert seine Massnahmen zur Stärkung der psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen. Er lanciert ein Projekt für Schülerinnen und Schüler zur Früherkennung von psychischen Belastungen und unterstützt ein Chat-Angebot mit Gleichaltrigen. Die Projekte sind Teil des kantonalen Aktionsprogramms zur Gesundheitsförderung 2026-2029.

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz ist zunehmend unter Druck. Stress, Leistungsdruck und soziale Unsicherheiten nehmen spürbar zu. Rund ein Drittel der 14- bis 19-Jährigen berichtet von psychischen Problemen wie Angst oder Depression. Gleichzeitig sprechen viele Jugendliche mit niemandem über ihre Sorgen und Belastungen. Umso wichtiger sind eine gezielte Prävention und Früherkennung sowie niederschwellige Unterstützungsangebote.

Belastungen besser erkennen und damit umgehen

Im Rahmen des kantonalen Aktionsprogramms zur Gesundheitsförderung engagiert sich der Kanton Solothurn seit vielen Jahren für die Förderung der psychischen Gesundheit der Solothurner Bevölkerung. Nun hat der Regierungsrat das Aktionsprogramm für die nächsten vier Jahre verabschiedet. Das Programm 2026-2029 reagiert auf die steigende psychische Belastung bei jungen Menschen und dem Bedarf nach niederschwelligen Unterstützungsangeboten.

Ein neuer Schwerpunkt bildet das Projekt «Schau hin!». Dieses richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II. Das Projekt vermittelt, wie Jugendliche Belastungen wie Stress, Mobbing oder frühe Anzeichen psychischer Erkrankungen erkennen und besser damit umgehen können. Gleichzeitig unterstützt das Programm Lehrpersonen und andere schulische Fachkräfte dabei, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. 

Zudem erweitert der Kanton sein Unterstützungsangebot für Jugendliche. Er unterstützt neu den «Peer-Chat» von Pro Juventute und bewirbt diesen im Kanton Solothurn. Dank diesem Angebot können Jugendliche jeden Montag, Dienstag und Donnerstag von 19.00 – 22.00 Uhr anonyme Gespräche mit geschulten Gleichaltrigen und Fachpersonen führen. Der Austausch soll die Hemmschwelle senken, frühzeitig Hilfe zu suchen.

Insgesamt über 30 Massnahmen

Neben der psychischen Gesundheit engagiert sich der Kanton mit dem Aktionsprogramm auch für eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung der Solothurner Bevölkerung. Das Programm enthält insgesamt über 40 Massnahmen für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ältere Menschen. Damit die Massnahmen wirksam ineinandergreifen, koordiniert und vernetzt das Gesundheitsamt zwischen Ämtern, Schulen, Fachstellen und Gemeinden. Das Programm wird mit zweckgebundenen Mitteln von Gesundheitsförderung Schweiz finanziert.

Wirksame Gesundheitsförderung

Insgesamt erreicht der Kanton mit seinen Angeboten jährlich rund 30'000 Personen direkt über Projekte und Massnahmen. Die breite Bevölkerung wird mittels Kampagnen informiert und sensibilisiert. Die Projekte werden durch das Gesundheitsamt des Kantons koordiniert und zusammen mit der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz finanziert. Dazu erhält der Kanton Solothurn von Gesundheitsförderung Schweiz jährlich 477'000.- Franken. Das Aktionsprogramm zur Gesundheitsförderung gibt es im Kanton seit 2009. Das neu genehmigte Programm ist gültig für die Jahre 2026 bis 2029.

Peer-Chat: https://www.147.ch/de/beratung/peer-chat/

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