Medienmitteilung

Sanierungsbeginn beim Solothurner Stadtmist

  • 04.07.2022

Lange haben der Kanton und die Stadt Solothurn auf den Beginn dieser Arbeiten gewartet: Die drei Altlastdeponien Oberer Einschlag, Spitelfeld und Unterhof, allgemein als «Stadtmist» bekannt, werden saniert und fachgerecht entsorgt.

Vorangegangen sind Jahre intensiver Untersuchungs- und Planungsarbeiten. Durch die Genehmigung des Nutzungsplans mit Baubewilligung hat der Regierungsrat nun Ende Mai 2022 dem Sanierungsstart grünes Licht gegeben. Heute hat die Bauherrengemeinschaft von Stadt und Kanton Solothurn (BHG) zum «Spatenstich» geladen.

Die nächsten Schritte zur Sanierung

Für die Umsetzung der Sanierungsarbeiten zuständig ist die Arbeitsgemeinschaft Vision Solothurn unter Federführung der Eberhard Recycling AG (Kloten). Sie ist bereits 2016 mittels einer Totalunternehmer-Submission bestimmt worden. Unmittelbar nach dem Spatenstich beginnen nun die Arbeiten für die Einrichtung des Installationsplatzes mit der Abfallanlage auf der Fläche der Deponie Unterhof.

Zuerst wird die kontaminierte (belastete) Deponieabdeckung (Grasnarbe) entfernt. Danach erfolgen der Totalaushub und die Entsorgung des Materials unter dem künftigen Installationsplatz. Bis Ende 2022 soll der Installationsplatz mit der temporären Abfallanlage für die Materialaufbereitung eingerichtet sein. Parallel zu diesen Arbeiten wird auf der Deponie Spitelfeld Ost die Aerobisierungsanlage installiert. Sie dient vor dem Materialaushub zur Entwässerung und vorgängigen Geruchsminimierung.

 

Sicherheit dank Lichtsignalanlage

Ab Frühjahr 2023 wird das im östlichen Teil der Deponie Spitelfeld ausgehobene Material baustellenintern der Abfallanlage zugeführt, aufbereitet und zur fachgerechten Entsorgung bereitgestellt. Die Bautransportpiste führt entlang des Libellenweges und quert die Brühlgrabenstrasse. Zur Sicherheit wird eine Lichtsignalanlage installiert. Dabei werden die Verkehrsteilnehmenden priorisiert, insbesondere der Bus. Trotzdem ist mit kurzen Wartezeiten zu rechnen.

120 Millionen Franken für die komplette Sanierung

Die Sanierungs- und Rekultivierungsarbeiten werden zirka sechs bis acht Jahre in Anspruch nehmen und kosten rund 120 Millionen Franken. An die zweckgebundenen Kosten beteiligt sich der Bund mit 40 % und der Kanton mit 38 %. Die restlichen 22 % entfallen auf die Stadt Solothurn.     

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Antworten zu häufig gestellten Fragen, Informationen zu den aktuellen Arbeiten auf der Baustelle oder Hintergrundwissen zum Stadtmist vermittelt die Website stadtmist.so.ch. Wer keine News verpassen will, abonniert dort den Newsletter.

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