Medienmitteilung

Sonderausstellung zu den UNESCO-Pfahlbauten vom Inkwilersee

  • 10.06.2026

Am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 18 Uhr, eröffnet die Kantonsarchäologie im Beisein von Regierungsrätin Sandra Kolly im Pächterhaus Museum Blumenstein in Solothurn die Sonderausstellung «UNESCO-Pfahlbauten und der Biber im Inkwilersee».

In seinen Sonderausstellungen greift das Pächterhaus aktuelle Themen der Solothurner Archäologie auf: Die neueste Ausgabe blickt zurück auf das Schutzprojekt der prähistorischen Pfahlbaufundstelle mitten im Inkwilersee. Seit einigen Jahren war die Fundstelle an der Grenze der Kantone Solothurn und Bern durch den Biber gefährdet: Für ihre Gänge vom Wasser auf die Insel gruben sich die Tiere durch prähistorische Fundschichten und Hölzer. Archäologische Zeugnisse der Pfahlbausiedlung, die zum UNESCO-Weltkulturerbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen» gehört, gingen damit unwiederbringlich verloren. Im Spätherbst 2025 sicherten die Kantone Solothurn und Bern die Insel und den ufernahen Seegrund mit einem Nagetiergitter. Damit wurde die Fundstelle langfristig vor dem Biber geschützt und bleibt für zukünftige Generationen erhalten. Auch die Biber können weiterhin im Gebiet des Inkwilersees leben. Inzwischen haben sie sich am Südufer des Sees eine neue Bleibe geschaffen. 

Einzigartiges Holzschwert

Die ausgestellten Fundstücke geben Einblicke in das Leben auf der Insel in der Jungsteinzeit (3900–2700 v. Chr.) und in der späten Bronzezeit (1050–850 v. Chr.). Zu sehen sind unter anderem ein einzigartiges Holzschwert sowie das Halbfabrikat eines Hirschgeweihbechers – beides Funde, die nur dank ihrer Lage unter Wasser beziehungsweise im feuchten Boden erhalten blieben. Unter normalen Umständen zersetzen sich solche Gegenstände aus organischen Materialien innert kurzer Zeit. Auf und um die Insel sind noch zahlreiche Überreste der Pfahlbausiedlung vorhanden, so etwa Holzpfähle von einer Art Palisade oder ein dichter Scherbenteppich aus zerbrochenen Töpfen, Schalen und Bechern. Die gute Erhaltung sowie die Lage auf einer künstlich befestigten und erhöhten Insel machen die Fundstelle im Inkwilersee europaweit einzigartig. 

Ergänzend zeigt auch das Bernische Historische Museum in Bern bis am 3. Januar 2027 eine Sonderausstellung zu den Pfahlbauten vom Inkwilersee. 

Neue Sonderausstellung «UNESCO-Pfahlbauten und der Biber im Inkwilersee» im Pächterhaus Museum Blumenstein

Wann: 17. Juni 2026 bis 30. April 2028

Eröffnung: Mittwoch, 17. Juni 2026, 18.00 Uhr. Der Anlass ist öffentlich und ohne Voranmeldung.

Wo: Pächterhaus Museum Blumenstein, Blumensteinweg 12, 4500 Solothurn, museumpaecfhterhaus.ch

Sonderausstellung «Archäologie aktuell. Berner Funde frisch aus dem Boden – Pfahlbauten vom Inkwilersee» im Bernischen Historischen Museum

Wann: 4. Juni 2026 bis 3. Januar 2027

Wo: Bernisches Historisches Museum, Helvetiaplatz 5, 3005 Bern, BHM — Archäologie aktuell

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