Die Staatsrechnung des Kantons Solothurn schliesst per Ende 2025 mit einem Ertragsüberschuss von 91,6 Millionen Franken ab – und fällt damit 189,7 Millionen Franken besser aus als budgetiert. Gegenüber der Rechnung 2024 wurde eine Verbesserung von 100,7 Millionen Franken erreicht.
Das operative Ergebnis aus der Verwaltungstätigkeit weist einen Ertragsüberschuss von 118,9 Millionen Franken aus. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das operative Ergebnis um 100,4 Millionen Franken gesteigert werden.
Hauptgründe für bessere Staatsrechnung 2025
Die Verbesserung des Abschlusses ist insbesondere auf höhere Bundesanteile und Kantonale Steuern zurückzuführen. Der Anteil am Reingewinn der SNB (Schweizerischen Nationalbank) in der Höhe von 64,3 Millionen Franken war nicht budgetiert.
Die Staatssteuer der juristischen Personen fiel infolge eines positiven Sondereffekts im Zusammenhang mit der Steuerperiode 2024 deutlich höher aus als budgetiert. Bei der Staatssteuer der natürlichen Personen resultierte der Mehrertrag insbesondere aus dem Abbau von Veranlagungsrückständen aus Vorperioden.
Der Anteil an der direkten Bundessteuer lag ebenfalls über dem budgetierten Wert. Ausschlaggebend dafür war die positive Entwicklung der Bemessungsgrundlagen bei den natürlichen und juristischen Personen.
Nettoinvestitionen aus eigenen Mitteln
Die Nettoinvestitionen liegen mit 71,4 Millionen Franken unter dem Budget. Die Abweichung zum Voranschlag beträgt 11,7 Millionen Franken (-14,1 Prozent). Der operative Selbstfinanzierungsgrad steigt von 133 Prozent im Vorjahr auf 259 Prozent. Dies bedeutet, dass nach Deckung des laufenden Aufwands die Nettoinvestitionen vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden konnten.
Nettoverschuldung tiefer
Die Nettoverschuldung hat gegenüber dem Vorjahr um 113,9 Millionen Franken abgenommen (-11,6 Prozent), beträgt pro Einwohnerin und Einwohner 2'949 Franken. Mit dem Rechnungsabschluss 2025 nimmt das Eigenkapital um 118,9 Millionen Franken zu und beträgt neu 808,1 Millionen Franken.
Herausforderungen für die Zukunft bleiben bestehen
Trotz der besseren Ausgangslage bleibt die Finanzplanung mit Unsicherheiten behaftet. Risiken bestehen insbesondere beim anhaltenden Kostenwachstum in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung und Sicherheit, bei der Umsetzung von EFAS (Einheitliche Finanzierung im Gesundheitswesen für ambulante und stationäre Leistungen) ab 2028, bei zusätzlichen Belastungen aus dem Gegenvorschlag zur Prämienverbilligungsinitiative sowie beim Entlastungspaket 27 des Bundes. Auch die Entwicklung des NFA (Nationaler Finanzausgleich) und der Steuererträge bleibt mit Unsicherheiten verbunden.
Handlungsfähigkeit sichern
Der Regierungsrat will die finanzpolitische Handlungsfähigkeit weiter stärken, den Kanton weiter voranbringen und dabei kostenbewusst sowie sorgfältig mit den Steuergeldern umgehen.
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