Medienmitteilung

Steuerfüsse der Einwohnergemeinden steigen vermehrt an

  • 22.04.2026

Der durchschnittliche Gemeinde-Steuerfuss für natürliche Personen im Kanton Solothurn erhöht sich weiter um beachtliche 0,8 Prozentpunkte von 117,4 auf 118,2 Prozent. Bereits im Vorjahr betrug die Erhöhung 0,4 Prozent. Ebenso steigt der durchschnittliche Steuerfuss für juristische Personen um 0,8 Prozentpunkte auf 113,4 Prozent.

Der durchschnittliche Steuerfuss für natürliche Personen liegt neu bei 118,2 Prozent (Vorjahr 117,4). Somit steigt dieser Wert um 0,8 Prozentpunkte, eine solche Erhöhung gab es zuletzt vor über zehn Jahren (2015). Der ansteigende Trend hält somit an. 16 Gemeinden beschlossen für 2026 eine Erhöhung ihres Steuerfusses, was für etwas über 58’000 Einwohnerinnen und Einwohner zu einer höheren Steuerlast führt. Auf der anderen Seite haben fünf Einwohnergemeinden den Steuerfuss gesenkt. Hier profitieren jedoch lediglich 6’700 Einwohner und Einwohner von tieferen Steuern. Tendenziell liegt der Steuerfuss in ländlichen Gebieten höher als in urbanen oder Agglomerationsgemeinden.

Der durchschnittliche Steuerfuss für juristische Personen steigt im Jahr 2026 ebenfalls um 0,8 Prozentpunkte auf 113,4 Prozent. 13 Gemeinden erhöhten den Steuerfuss für juristische Personen, in 3 Gemeinden wurde dieser gesenkt. 36 Gemeinden mit 100 oder mehr Firmen generierten von 2020 bis 2024 über 86 Prozent der durchschnittlichen Gemeindesteuererträge juristischer Personen in der Höhe von total 103,8 Mio. Franken.

Die Verbrauchsgebühren im Wasserbereich der Einwohnergemeinden sind 2026 höher als im Vorjahr. Ebenfalls im Bereich Abwasser hat sich der Durchschnitt erhöht: Im Mittel liegt der Frischwasserpreis bei 2.02 Fr./m3 (Vorjahr 1.98 Fr./m3) und die Abwasserverbrauchsgebühr bei 1.65 Fr./m3 (Vorjahr 1.62 Fr./m3).

Auch die Hundesteuern sind im Durchschnitt angestiegen: Diese liegen 2026 bei 97.40 Franken (Vorjahr 94.65 Franken) für den ersten Hund und bei 98.80 Franken (Vorjahr 96.25 Franken) für jeden weiteren Hund.

Dafür bleiben die Steuerfüsse der 97 Kirchgemeinden weiter nahezu unverändert. Sie belaufen sich zwischen 8 bis 25 Prozent und unterscheiden sich je nach Religionsgemeinschaft deutlich.

Weitere Informationen

Die statistische Mitteilung «Steuerfüsse und Gebühren 2026 der Solothurner Gemeinden» mit Kartografien zum Download: 

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