Die Territorialdivision 2 der Schweizer Armee führt vom 10. bis zum 18. Juni 2026 die Übung «Conex 26» durch. Der Kanton Solothurn beteiligt sich daran mit einer eigenen Übung des Bevölkerungsschutzes. Dabei trainieren der kantonale Führungsstab (KFS), das Veterinäramt sowie der Zivilschutz gemeinsam. Ziel ist es, ein Szenario im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gemeinsam zu bewältigen. Rund 60 Angehörige des Zivilschutz-Kompetenzzentrums (ziko) sowie der regionalen Zivilschutzorganisation Dorneck-Thierstein stehen dafür im Einsatz. Hauptaufgaben des ziko sind die Umsetzung von Bevölkerungsschutzaufgaben und die Aus- und Weiterbildung der Angehörigen des Zivilschutzes des Kantons Solothurn.
Die Übung basiert auf einer angespannten sicherheitspolitischen Lage. Zusätzlich zu diesem Grundszenario kommt es zu mehreren Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Nutz- und Wildtieren in der Nordwestschweiz.
Im Fokus der Übung stehen insbesondere die Führungs- und Kommunikationsstrukturen, die Zusammenarbeit zwischen zivilen Behörden, dem Bevölkerungsschutz und der Armee sowie die praktischen Abläufe bei der Ereignisbewältigung. Geübt werden unter anderem:
die Führungsarbeit des Sonderstabs Tier innerhalb des Kantonalen Führungsstabs;
die Zusammenarbeit zwischen dem Kantonalen Führungsstab, dem Veterinäramt, dem Zivilschutz und weiteren Partnerorganisationen;
das Absuchen und Bergen von Wildtierkadavern;
die Abläufe bei der Kommunikation und der Beurteilung der Lage
sowie die Zusammenarbeit mit der Armee.
Im Rahmen der Übung wird im Raum Mariastein ein Bauernhof für die simulierte Seuchenbekämpfung bei Hausschweinen an die Armee übergeben. Parallel dazu durchsucht der Zivilschutz im Raum Büsserach ein definiertes Waldgebiet nach möglichen ASP-Fällen bei Wildschweinen.Ziel der Übung ist es, die Abläufe, die Einsatzbereitschaft und die Zusammenarbeit aller beteiligten Partnerorganisationen zu überprüfen und weiterzuentwickeln und dies unter realitätsnahen Bedingungen. Insbesondere sollen Entscheidungswege, Informationsflüsse sowie Schnittstellen praktisch getestet und optimiert werden.
Die Übung erfolgt ausschliesslich im Rahmen eines fiktiven Szenarios. Für die Bevölkerung besteht zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.
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«Conex 26»: Armee übt rasche Mobilisierung und Einsätze im Umfeld erhöhter Bedrohung