Das kantonale Finanzdepartement hat heute den Voranschlag 2027 präsentiert. Demnach schliesst die Erfolgsrechnung mit einem Aufwandüberschuss von 75,4 Millionen Franken. Gegenüber dem Voranschlag 2026 (Aufwandüberschuss: 94,9 Mio. Fr.) entspricht dies einer Verbesserung um 19,5 Millionen Franken.
Der operative Cash-Flow beträgt 20,5 Millionen Franken. Damit können die laufenden Ausgaben aus den laufenden Erträgen finanziert werden. Die Nettoinvestitionen von 112,3 Millionen Franken können jedoch nur zu 18 % aus eigenen Mitteln finanziert werden. Infolge des Finanzierungsfehlbetrages von 91,7 Millionen Franken nimmt die Nettoverschuldung wieder zu.
Vorgaben der Finanzkommission
Die Finanzkommission hat dem Regierungsrat letzten Juni ihre Budgetvorgaben mitgeteilt. Sie erwartet nebst einem operativen Cash-Flow von mindestens 50 Millionen Franken, dass die Neuverschuldung um maximal 50 Millionen Franken ansteigt, ohne dass bereits geplante Investitionen hinausgeschoben oder der Steuerfuss der einfachen Staatssteuer für juristische und natürliche Personen erhöht werden. Diese Vorgaben basierten auf dem IAFP 2027–2030, welcher am 31. März 2026 durch den Regierungsrat verabschiedet wurde. Diese Version wurde aufgrund der Trendmeldung zum NFA-Ressourcenausgleich vom Juni überarbeitet und zeigt ein um 32 Millionen Franken schlechteres Ergebnis als per Ende März.
Entwicklung der Finanzlage
Die Rechnung 2025 schloss mit einem Ertragsüberschuss von 91,6 Millionen Franken ab. Dazu beigetragen haben ausserordentlich hohe Steuereinnahmen, ein Anteil von 64,0 Millionen Franken an der Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sowie ein zusätzlicher Ertrag von 15,2 Millionen Franken aus dem Rückruf der 6. Banknotenserie.
Der Voranschlag 2026 sowie der IAFP 2027–2030, welcher am 2. September 2026 vom Kantonsrat zur Kenntnis genommen wurde, zeigen eine deutliche Verschlechterung des Finanzhaushaltes. Hauptfaktoren für die künftig erwarteten Aufwandüberschüsse sind die weiterhin steigenden Kosten in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Soziales und Altlastenbearbeitung. Diese können durch höhere Einnahmen aus dem Nationalen Finanzausgleich (NFA) und höhere Steuererträge voraussichtlich nicht vollständig kompensiert werden.
Weitere Informationen
Voranschlag 2027: Botschaft und Entwurf zuhanden des Kantonsrats
Amt für Finanzen: Übersicht der Voranschläge seit 2014