Blaualgen kommen natürlicherweise in allen Gewässern vor und sind an sich ungefährlich. Ausser wenn sie sich während der Blüte stark vermehren. Dann produzieren sie Stoffe, welche die Gesundheit von Menschen und Tieren gefährden können: Wer in diesem Wasser badet oder davon trinkt, reagiert möglicherweise mit Hautreizungen, Atembeschwerden oder Übelkeit. Besonders gefährdet sind Kinder, die im Wasser planschen und am Ufer spielen und so grössere Mengen dieser Stoffe zu sich nehmen. Bei den Tieren reagieren Hunde besonders sensibel. Hier kann bereits eine kleine Menge Wasser lebensgefährlich sein.
Blaualgen erkennen und richtig reagieren
Blaualgenblüten treten meist in warmen, nährstoffreichen, stehenden Gewässern wie Seen, Tümpeln oder gestauten Flussabschnitten auf. In grossen, tiefen Flüssen wie der Aare kommt es dagegen selten zu Algenblüten. Oft sind Ansammlungen sehr lokal und somit nur einzelne Bereiche eines Gewässers betroffen. Je nach Wetterverhältnissen kann sich die Situation lokal innerhalb weniger Tage oder Wochen ändern.
Gesundheitsschädliche Blaualgen erkennen:
In hohen Konzentrationen werden Blaualgen sichtbar; das Wasser ist trüb.
Verfärbung des Wassers: altrosa-farbig, bräunlich, olivgrün bis grün-bläulich
Es können sich Schlieren, Flocken, Schleimdecken bilden. Darunter ist das Wasser trüb.
Verwechslung mit Pollenansammlungen auf dem Wasser: Unter der gelblichen Pollendecke ist das Wasser klar.
Bei Verdacht auf eine hohe Blaualgenkonzentration reagieren:
Kinder und Hunde von betroffenen Gewässern fernhalten
Wasser nicht trinken – abkochen hilft nicht
nicht an betroffenen Stellen ins Gewässer gehen
bei Kontakt: mit sauberem Wasser abwaschen
bei Vergiftungserscheinungen beim Menschen: Telefon 144 oder Tox Info Suisse 145
Hunde mit Vergiftungserscheinungen sofort zum Tierarzt bringen