Medienmitteilung

Vorsicht beim Baden: Blaualgenblüten gefährden die Gesundheit

  • 19.06.2026

Blaualgen vermehren sich bei steigenden Temperaturen stark. Ihre Blüten können bei Menschen und Tieren starke Reaktionen auslösen. Beim Baden in stehenden Gewässern ist deshalb Vorsicht geboten.

Blaualgen kommen natürlicherweise in allen Gewässern vor und sind an sich ungefährlich. Ausser wenn sie sich während der Blüte stark vermehren. Dann produzieren sie Stoffe, welche die Gesundheit von Menschen und Tieren gefährden können: Wer in diesem Wasser badet oder davon trinkt, reagiert möglicherweise mit Hautreizungen, Atembeschwerden oder Übelkeit. Besonders gefährdet sind Kinder, die im Wasser planschen und am Ufer spielen und so grössere Mengen dieser Stoffe zu sich nehmen. Bei den Tieren reagieren Hunde besonders sensibel. Hier kann bereits eine kleine Menge Wasser lebensgefährlich sein. 

Blaualgen erkennen und richtig reagieren 

Blaualgenblüten treten meist in warmen, nährstoffreichen, stehenden Gewässern wie Seen, Tümpeln oder gestauten Flussabschnitten auf. In grossen, tiefen Flüssen wie der Aare kommt es dagegen selten zu Algenblüten. Oft sind Ansammlungen sehr lokal und somit nur einzelne Bereiche eines Gewässers betroffen. Je nach Wetterverhältnissen kann sich die Situation lokal innerhalb weniger Tage oder Wochen ändern.

Gesundheitsschädliche Blaualgen erkennen: 

  • In hohen Konzentrationen werden Blaualgen sichtbar; das Wasser ist trüb.

  • Verfärbung des Wassers: altrosa-farbig, bräunlich, olivgrün bis grün-bläulich

  • Es können sich Schlieren, Flocken, Schleimdecken bilden. Darunter ist das Wasser trüb.

  • Verwechslung mit Pollenansammlungen auf dem Wasser: Unter der gelblichen Pollendecke ist das Wasser klar.

Bei Verdacht auf eine hohe Blaualgenkonzentration reagieren: 

  • Kinder und Hunde von betroffenen Gewässern fernhalten

  • Wasser nicht trinken – abkochen hilft nicht

  • nicht an betroffenen Stellen ins Gewässer gehen

  • bei Kontakt: mit sauberem Wasser abwaschen

  • bei Vergiftungserscheinungen beim Menschen: Telefon 144 oder Tox Info Suisse 145

  • Hunde mit Vergiftungserscheinungen sofort zum Tierarzt bringen

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