Wegen der andauernden Trockenheit und der Hitzewelle erwärmen sich die Gewässer. Gleichzeitig sinken ihre Wasserstände. In den kleineren und mittleren Fliessgewässern im Kanton Solothurn hat dies zu einer kritischen Erwärmung und aussergewöhnlich tiefen Wasserständen geführt. Diese Verschlechterung der Lebensbedingungen belastet Wassertiere stark – insbesondere die Fische.
Das Amt für Umwelt hat in Absprache mit dem Amt für Wald, Jagd und Fischerei deshalb schon seit einigen Wochen die Wasserentnahmen aus den Oberflächengewässern im Kanton Solothurn mengenmässig begrenzt. Am 8. Juli hat der Regierungsrat alle nicht landwirtschaftlichen Wasserentnahmen mit Ausnahme der Aare verboten.
Besonders angespannt ist die Situation an der Dünnern. Seit Wochen ist der Wasserpegel kontinuierlich gesunken und liegt nun deutlich unter der Mindestrestwassermenge nach Gewässerschutzgesetz. Auf absehbare Zeit sind leider keine relevanten Niederschlagsmengen aber nach wie vor hohe Temperaturen zu erwarten, womit sich die Situation weiter verschärfen wird.
Deshalb hat der Regierungsrat nun beschlossen, auch die landwirtschaftlichen Wasserentnahmen aus der Dünnern und den damit verbundenen Bächen Mümliswilerbach, Mittelgäubach und Chrebskanal bis auf Weiteres ganz zu verbieten.
Die Entwicklung der Situation wird laufend überwacht. Erst wenn sich der Wasserstand und die Wassertemperatur nachhaltig verbessert haben, kann das Verbot der Wasserentnahme aufgehoben werden. Die beiden Ämter sind im engen Austausch mit den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben.
Weitere Informationen
- Hydrologische Daten des Kantons Solothurn
- Trockenheit im Kanton Solothurn
- Trockenheit und hohe Waldbrandgefahr (Bundesamt für Umwelt)