Am Set zum Kurzfilm DDI

Dreharbeiten in der Badi Solothurn

Unterwegs mit einer Polizeipatrouille, in einer Badi, im Zellentrakt der Justizvollzugsanstalt. Ein Kurzfilm gibt Einblick in die vielfältigen Aufgaben des Departements des Innern. Wir haben die Filmcrew aus Olten bei den Dreharbeiten begleitet.

«Szene 7, Shot 2, Take 3 – bitte Ruhe am Set!». Der Oltner Filmproduzent Govind Sharma steht im Gewächshaus der Justizvollzugsanstalt in Flumenthal. Die Kamera läuft. Eine Schauspielerin alias «Jessy» giesst Pflanzen, so wie jeweils die Mitarbeitenden oder auch die Insassen während ihren Arbeitseinsätzen. Jessy schlüpft im Kurzfilm DDI in verschiedene Rollen. «Unsere fiktive Hauptprotagonistin kann den Hut all dieser verschiedenen Ämter und Abteilungen im DDI aufsetzen. Mit ihr erhalten wir die Freiheit, in die Themengebiete einzutauchen und die vielen Inhalte auf unterschiedliche Weise anzusprechen oder zu verkörpern», sagt Nicholas Beyeler. Er ist der kreative Kopf hinter dem Film und agiert als Regisseur am Set.

Eine kreative Spielwiese

Gedreht wird an drei Tagen, an sechs verschiedenen Locations. Darunter das Ausweiszentrum oder auch die Badi Solothurn. Dort springen an einem frühen Herbstmorgen drei junge Schwimmerinnen ins kalte Wasser. Jessy sitzt auf einem Hochsitz und blickt mit einem Fernglas in die Weite. Ein spielerischer Ansatz, die Aufgaben des Gesundheitsamts darzustellen, erzählt Nicholas Beyeler. Zum Beispiel die Aufsicht über Spitäler, Heime und Spitex. «Alleine über das Gesundheitsamt könnte man einen abendfüllenden Spielfilm drehen. Wir haben uns deshalb darauf konzentriert, in welcher Form die kantonale Verwaltung im Gesundheitswesen auftritt, und unsere Hauptprotagonistin entsprechend in die Rolle der Bademeisterin schlüpfen lassen. Dies eröffnete uns eine kreative Spielwiese.» Den vielfältigen Themen des gesamten DDI in einem zweiminütigen Film gerecht zu werden, das sei eine besondere Herausforderung gewesen, sagt Nicholas Beyeler.

«Entgegen den Erwartungen an die Verwaltung»

Die Filmcrew am Set besteht aus sieben Leuten. Alles Spezialistinnen und Spezialisten, etwa für Licht oder Szenenbild. Sie alle schaffen ein Endprodukt, das ganz bewusst gängigen Klischees der Kantonsverwaltung widersprechen soll. «Die Grundstimmung des Films sollte locker und zugleich mitreissend sein – also entgegen den Erwartungen an die Verwaltung», sagt Nicholas Beyeler. Gedreht wurde der Film ausschliesslich im Kanton Solothurn. Bevor aber die Kameras laufen konnten, galt es im Vorfeld viele Fragen zu klären: Was soll Jessy in einem Polizeiauto tun, was nicht? Wie stellt man sensible Themen wie die Hilfe für Gewaltopfer dar? Das Film-Team musste sich mit den verschiedensten Stellen im DDI absprechen, so der Regisseur: «Wir erhielten überall grossen Zuspruch. In dieser Hinsicht waren wir über den Zusammenhalt innerhalb des Kantons positiv überrascht. Quasi aus Solothurn, für Solothurn.»

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