Erkrankungen und Impfungen

Die Aufgabe des kantonsärztlichen Dienstes ist es, die Bevölkerung vor übertragbaren und nichtübertragbaren Krankheiten zu schützen.

Infektionskrankheiten

Kranker Mann liegt im Spitalbett

Infektionskrankheiten entstehen durch die Übertragung von Viren, Bakterien oder Pilzen, weshalb sie auch übertragbare Krankheiten genannt werden. Vor vielen übertragbaren Krankheiten kann man sich mit einer Impfung oder mit entsprechenden Präventionsmassnahmen schützen. Für einige Infektionskrankheiten wie Hepatits und HIV gibt es nach möglicher Ansteckung eine Postexpositionsprophylaxe (PEP). Das ist eine medizinische Vorbeugemassnahme, die ergriffen wird, nachdem ein Patient der Ansteckungsquelle einer Infektionskrankheit ausgesetzt war.

Die Meldepflicht ist zentral für die Überwachung übertragbarer Krankheiten in der Schweiz. Meldepflichtige Infektionskrankheiten werden innerhalb von 2 Stunden, 24 Stunden oder 1 Wochen an den kantonsärztlichen Dienst und das BAG gemeldet (siehe dazu Leitfaden Meldepflicht unter «Dokumente»). Der Kantonsärztliche Dienst ergreift die epidemiologische Abklärung bei Ausbrüchen (Contact Tracing) und leitet bei Bedarf weitere Umgebungsuntersuchungen ein.

Nichtübertragbare Krankheiten

Nichtübertragbare Krankheiten (Englisch: non-communicable disease, NCD) sind nicht ansteckend, können also nicht von einer Person auf die andere übertragen werden.

Die 7 häufigsten nichtübertragbaren Krankheiten:

  • Krebs
  • Diabetes
  • Herz- Kreislauf-Erkrankungen
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Muskuloskelettale Krankheiten (z. B. Arthrose, Arthritis, Weichteilrheuma, Osteoporose)
  • Demenzerkrankungen
  • Psychische Erkrankungen

In der Schweiz leben rund 2.2 Millionen Menschen mit einer NDC. Diese verursachen 80 Prozent der Gesundheitskosten und den betroffenen Menschen viel Leid.

Mit Ihrem Verhalten und Ihrem Lebensstil können Sie viel dazu beitragen, dass nichtübertragbare Krankheiten seltener auftreten. Mehr dazu unter Gesundheitsförderung & Prävention.