Waldschutz / Waldgesundheit

Wie geht es dem Wald?

  • In den letzten 150 Jahren hat sich das Klima so rasant verändert wie nie zuvor in 10'000 Jahren.
  • Die Auswirkungen der geringen Niederschlagsmengen, der ungleich verteilten Regenperioden und insbesondere der trockene und heisse Sommer 2018 und die trockenen Vorjahre haben beim Baumbestand Spuren hinterlassen. Der Wald leidet unter Trockenheit und Befall durch Schadinsekten.
  • Betroffen sind alle Hauptbaumarten des Waldes, nämlich Buchen (Trockenheit), Fichten (vom Buchdrucker befallen) und Weisstannen (Trockenheit und Befall durch den krummzähnigen Tannenborkenkäfer). Seit längerem auch Eschen (Eschenwelke, durch eingeschleppten Pilz verursacht).
  • Erst die Summe von Ereignissen bringt den Baum an seine Grenzen. Es ist ein Baumsterben, das aber grossflächig ausfallen kann und oft erst nach mehreren Jahren sichtbar wird.
  • In Frage gestellt ist nicht der Wald an sich, sondern die Leistungen, welche er für die Menschen erbringt.

Wie wird sich der Zustand verändern?

  • In Zukunft wird es in der Region noch wärmer, und die Niederschläge verschieben sich ins Winterhalbjahr.
  • Kurzfristig werden grössere Waldflächen kahl oder verjüngt sein, und es werden mehr dürre Bäume im Wald stehen und liegen. Zudem wird mehr Ast- und Kronenmaterial im Wald sichtbar sein.
  • Der Wald wird noch laubholzreicher und vielfältiger werden. Für die Natur wertvolles Totholz wird zunehmen. Damit gibt es auch positive Aspekte.

Wie wird der Wald in Zukunft aussehen?

  • Wald wird es immer geben. Aber das Waldbild wird sich ändern. Unsere Hauptbaumarten Buche, Fichte und Weisstanne werden zurückgehen. Trockenheitstolerantere Baumarten wie z.B. Traubeneiche, Kirschbaum, Linde, Hagebuche, Birke, Aspe, Waldföhre und Eibe können ihr Verbreitungsgebiet erweitern.
  • Wir fördern die Vielfalt im Wald, um das Risiko breiter zu streuen.

Ist es gefährlich, im Wald zu spazieren?

  • Wer im Wald spaziert, bewegt sich in der Natur. Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Jede und jeder ist für sich selber verantwortlich.
  • Empfehlungen: Schauen Sie dann und wann nach oben und achten Sie auf dürre Bäume und Kronenteile. Meiden Sie stark geschädigte Bestände und halten Sie sich nicht unter geschädigten Bäumen auf. Beachten und respektieren Sie Absperrungen und Hinweistafeln. Bei stürmischem Wetter ist besondere Vorsicht geboten: Meiden Sie den Wald.