Schutz vor Cybercrime

Haben Sie auch schon mal einen verdächtigen Anruf oder eine E-Mail von einer vermeintlichen Bank, Polizei oder einem Computeranbieter erhalten? Oder haben Sie Ware online bestellt und diese wurde nie geliefert? Die Kantonspolizei Solothurn schützt Bevölkerung und Wirtschaft vor Cyberkriminalität – unter anderem mit gezielter Prävention.
Verdächtige Anrufe oder Online-Betrugsfälle sind typische Beispiele für Cybercrime – also Straftaten, die über das Internet oder digitale Kommunikationsmittel begangen werden. Die digitale Kriminalität betrifft heute viele Menschen und entwickelt sich ständig weiter. Die Polizei Kanton Solothurn verfügt über Spezialistinnen und Spezialisten, welche die Ermittlungen im digitalen Raum unterstützen. Ergänzend dazu sensibilisiert die Cyberprävention die Bevölkerung über Gefahren im Internet. Die Polizei nutzt dafür verschiedene Kanäle wie Webseite, Medienmitteilungen, Social Media sowie Vorträge und Standaktionen. Prävention ist besonders wichtig, da Täter oft anonym und aus dem Ausland agieren, was die Strafverfolgung erschwert. Ziel ist es, Angriffe frühzeitig zu erkennen und aufzuzeigen, wie man richtig reagiert.
Digitale Betrugsformen nehmen zu
Zu den häufigsten Delikten zählen aktuell Phishing-Angriffe und Betrugsfälle auf Online-Plattformen. Dabei werden gefälschte Nachrichten oder Webseiten eingesetzt, um an persönliche Daten zu gelangen. Oder bezahlte Waren werden nicht geliefert. Die Methoden der Täterschaft werden dabei immer raffinierter, professioneller und zunehmend automatisiert. «Besonders gefährdet sind Personen, die viel online unterwegs sind oder wenig Erfahrung im Umgang mit digitalen Risiken haben – etwa ältere Menschen oder Jugendliche in sozialen Netzwerken und auf Gaming-Plattformen», meint Lukas Wyss, Fachverantwortlicher für Prävention bei der Polizei Kanton Solothurn. Warnsignale für einen möglichen Betrugsversuch sind unpersönliche Anreden, Druck zur schnellen Handlung oder ungewöhnliche Zahlungsmodalitäten. Im Zweifel gilt: lieber prüfen als vorschnell reagieren.
Einfache Massnahmen helfen
Um sich zu schützen, helfen einfache Massnahmen, sagt Wyss: «Verwenden Sie starke Passwörter, aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, halten Sie Geräte aktuell und gehen Sie sparsam mit dem Teilen von persönlichen Daten um. Seien Sie misstrauisch bei unerwarteter Kontaktaufnahme jeglicher Art und seien Sie wachsam bei unrealistisch guten Angeboten.»
Rasches Handeln ist wichtig
Wird man Opfer eines Cyberangriffs, sollte rasch gehandelt werden, erklärt Lukas Wyss: «Wenn Sie einen finanziellen Schaden erlitten haben, melden Sie den Vorfall der Polizei. Haben Sie Kreditkartenangaben preisgegeben, informieren Sie umgehend Ihre Bank und lassen Sie die Karten sperren.» Wurden persönliche Daten weitergegeben, empfiehlt es sich zudem, die Passwörter sofort zu ändern und den Vorfall dem Bundesamt für Cybersicherheit zu melden (BACS Report).
Newsletter abonnieren
Departement des Innern
Departementssekretariat
Ambassadorenhof
Riedholzplatz 3
4509
Solothurn



