Vom Eisfeld auf die Event-Bühne

Früher war Désirée Di Santo professionelle Eishockey-Spielerin in Nordamerika. Heute organisiert sie für den Kanton Solothurn grosse Events wie die Aktionstage Psychische Gesundheit oder den Sozialpreis.
Désirée Di Santo ist heute noch oft in Eishockey-Stadien anzutreffen. Ihre ganze Familie ist dem Eishockey verfallen. Sie selbst war früher Spitzen-Eishockeyspielerin. «Ich habe zuerst für die Uni in den USA gespielt und anschliessend ein Jahr in der NWHL», erzählt die ehemalige Spitzensportlerin. Die NWHL war damals das Pendant der Frauen zur NHL der Männer – also die höchste und professionellste Eishockey-Liga für Frauen in Nordamerika. «Der Spitzensport ist eine Lebensschule», sagt Di Santo. «Du lernst Hindernisse zu überwinden. Und dir wird bewusst, dass du immer eine Wahl hast, mit welchem Mindset du an Situationen herangehst, die aussichtslos erscheinen.»
Soziales Engagement sichtbar machen
Die Erfahrungen aus dem Spitzensport begleiten die 40-Jährige heute noch täglich, auch im Berufsleben. Sie arbeitet seit 2021 im Departement des Innern und ist dort verantwortlich für zwei grössere Publikumsanlässe. «Bei Events musst du extrem schnell denken und dann auch reagieren können, gleichzeitig aber die Ruhe bewahren, da alle Augen auf dich gerichtet sind», sagt die studierte Marketing-Fachfrau und Event-Managerin. Ihr Wissen setzt sie unter anderem für den Sozialpreis Kanton Solothurn ein. Sie ist Projektleiterin für den Preis, mit dem jedes Jahr das soziale Engagement von Privatpersonen, Vereinen, Organisationen und Unternehmen ausgezeichnet wird. In diesem Jahr feiert der Sozialpreis sein 20-jähriges Jubiläum. Er wird neu in drei Kategorien verliehen: Engagement, Innovation und Wirtschaft. Mit dieser neuen Ausrichtung soll unter anderem das soziale Engagement von Firmen noch sichtbarer gemacht werden. «Viele Firmen engagieren sich vorbildlich für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Menschen, die plötzlich eine psychische Erschütterung durchleben.»
Berührende Geschichten
Für den Sozialpreis 2026 sind insgesamt 30 Bewerbungen in allen drei Kategorien eingegangen. Von ehemaligen Preiträgern weiss Désirée Di Santo, dass die Auszeichnung Positives bewirken kann. «Ich erhalte immer wieder solche Rückmeldungen mit berührenden Geschichten. Eine frühere Gewinnerin des Publikumspreises konnte sich zum Beispiel dank der öffentlichen Aufmerksamkeit einen festen Standort sichern und erhielt ein Auto gesponsert.» Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner des Sozialpreises werden am 17. September 2026 in der Schützi Olten bekannt gegeben. Die Preisverleihung ist öffentlich und die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.
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