Fussball WM: Feiern im Strassenverkehr

Sicherheit während WM

Während der WM-Spiele setzt die Kantonspolizei Solothurn auf Verhältnismässigkeit und Augenmass. Fanfeiern, Hupen und Autokorsos werden situativ toleriert – solange Sicherheit, Nachtruhe und der Verkehrsfluss gewährleistet bleiben. Gegen gefährliche Fahrmanöver sowie Alkohol- und Drogenkonsum am Steuer wird konsequent vorgegangen.

Grundsätzlich begegnet die Kantonspolizei Solothurn Grossveranstaltungen wie die Fussball-WM mit einer gewissen Toleranz und Verhältnismässigkeit. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung hat höchste Priorität, auch im Strassenverkehr. Situativ werden zusätzliche Patrouillen im Einsatz stehen, für die Städte im Kanton werden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden Sicherheitsdispositive entworfen. Diese sehen – je nach Lage – unter anderem die Sperrung einzelner Strassen in eine oder beide Richtungen vor, damit die Sicherheit auf den öffentlichen Strassen nicht beeinträchtigt wird. Insbesondere dürfen für Einsatzkräfte wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst die Wege nicht blockiert sein.

Das «Hupen» als Freudenausdruck ist gemäss Strassenverkehrsgesetz grundsätzlich verboten. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit wird dieses Vorgehen durch die Kantonspolizei Solothurn unmittelbar nach den Matches bis zu einem gewissen Grad toleriert. Voraussetzung dafür ist, dass dabei keine Personen gefährdet oder durch Lärm übermässig belästigt werden – insbesondere auch während der allgemeinen Nachtruhezeit. In der Nähe von Orten mit Erholungscharakter (Spitäler, Altersheime, Kliniken) gilt hingegen die Nulltoleranz.

Bei Autokorsos geht die Kantonspolizei Solothurn verkehrspolizeilich mit Augenmass vor. Solche werden je nach Situation und unmittelbar nach Spielende toleriert, sofern keine Personen direkt behindert oder sogar gefährdet werden. Wenn sich Personen aus dem Fahrzeug hinauslehnen, sich auf die Motorhaube legen oder durch Fanutensilien die Sicht eingeschränkt ist, wird eingeschritten. Ebenso werden gefährliche Fahrmanöver unverzüglich unterbunden. Zudem gibt es in Bezug auf Alkohol- und Drogenkonsum beim Lenken eines Fahrzeugs keinen «Matchbonus».

Polizei Kanton Solothurn