AP Grenchen
Einleitung
Das Agglomerationsprogramm Grenchen bildet die Grundlage für die koordinierte Entwicklung von Siedlung, Verkehr und Landschaft im Raum Grenchen. Im Zentrum stehen die Stadt Grenchen als bedeutender Industrie- und Arbeitsstandort am Jurasüdfuss sowie die engen funktionalen Verflechtungen innerhalb der Region und entlang der Jurafussachse.
Die Agglomeration ist geprägt durch ihre industrielle Tradition, insbesondere in der Uhren- und Präzisionsindustrie, sowie durch die räumliche Lage zwischen Jura und Mittelland. Gleichzeitig bestehen enge Beziehungen zum Wirtschafts- und Lebensraum Biel/Bienne sowie zu den umliegenden Gemeinden.
Das Agglomerationsprogramm unterstützt die abgestimmte Weiterentwicklung von Wohn-, Arbeits- und Mobilitätsräumen. Im Fokus stehen eine gute Erreichbarkeit, attraktive öffentliche Räume und Freiräume, die Stärkung des Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehrs sowie die qualitätsvolle Entwicklung wichtiger Arbeitsplatz- und Transformationsgebiete.


Entwicklungsschritte
Weiterentwicklung der Agglomeration
Auch ohne Eingabe eines Agglomerationsprogramms der 5. Generation entwickelte sich die Agglomeration Grenchen planerisch weiter. Verschiedene strategische Grundlagenarbeiten und Vertiefungen dienten dazu, zentrale Zukunftsfragen der Agglomeration zu bearbeiten und Grundlagen für die kommende Programmgeneration zu schaffen.
Im Fokus standen insbesondere die Zukunft des Industrie- und Produktionsstandorts Grenchen/Bettlach, die Stärkung nachhaltiger Mobilitätsformen, die bessere Vernetzung innerhalb der Agglomeration sowie die langfristige Positionierung des Bahnhofs Grenchen Süd als wichtiger Mobilitäts- und Entwicklungsstandort.
Parallel dazu wurde mit dem Masterplan Top-Entwicklungsstandort ein langfristiges Zukunftsbild für eines der grössten Arbeitsplatzentwicklungsgebiete im Kanton Solothurn erarbeitet. Der Masterplan verbindet Industrie, Innovation, Mobilität, Freiraum und klimaangepasste Entwicklung zu einem integrierten Gesamtbild.
Dabei wurden unter anderem neue Ansätze für hochwertige Arbeits- und Freiräume, Fuss- und Veloverbindungen, multimodale Mobilitätsangebote sowie klimaangepasste Entwicklungsstrukturen erarbeitet.
Mit der 4. Generation wurde dem Bund ein Massnahmenpaket mit einem Investitionsvolumen von rund 14 Millionen Franken zur Mitfinanzierung eingereicht.
4. Generation
Mit der 4. Generation wurde das Agglomerationsprogramm Grenchen erstmals beim Bund eingereicht. Im Fokus standen der Aufbau einer gemeinsamen Entwicklungsstrategie für die Agglomeration sowie die abgestimmte Weiterentwicklung von Siedlung, Verkehr und Landschaft im Raum Grenchen/Bettlach/Lengnau.
Schwerpunkte bildeten die Aufwertung siedlungsverträglicher Strassenräume, die Verbesserung der Verkehrssteuerung sowie die Stärkung des Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehrs. Im Fokus standen dabei insbesondere die bessere Vernetzung innerhalb der kompakten Agglomeration sowie die funktionalen Beziehungen entlang der Jurafussachse und zu den Nachbaragglomerationen.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Weiterentwicklung der Agglomeration als Raum der kurzen Wege. Dazu gehörten neue und aufgewertete Fuss- und Veloverbindungen innerhalb der Agglomeration sowie die bessere Vernetzung entlang der Achsen Richtung Biel und Solothurn. Gleichzeitig wurden erste planerische Grundlagen für die Weiterentwicklung des Bahnhofs Grenchen Süd als zentralen Mobilitätsknoten und Entwicklungsschwerpunkt der Agglomeration geschaffen.
Wichtige Massnahmen der 4. Generation waren unter anderem Betriebs- und Gestaltungskonzepte für die Bielstrasse und die Flughafenstrasse in Grenchen, der Ausbau der Publikumsanlagen an den Bahnhöfen Lengnau und Bettlach, der Velokorridor Grenchen–Solothurn sowie eine neue Fuss- und Velobrücke über die A5.
Mit der 4. Generation wurden Massnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 14 Millionen Franken für kurzfristige Massnahmen (A- Horizont, Realisierung 2024-2027) zur Mitfinanzierung beim Bund eingereicht. Der Bund beteiligt sich mit Beiträgen in der Höhe von rund 5 Millionen Franken an den Kosten der kurzfristigen A-Massnahmen (Realisierungszeitraum 2024-2027).

Dokumente zum Agglomerationsprogramm Grenchen
Amt für Raumplanung
Werkhofstrasse 59 4509 Solothurn
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