AP Basel

Einleitung

Das Agglomerationsprogramm Basel bildet die Grundlage für die koordinierte Entwicklung von Siedlung, Verkehr und Landschaft im trinationalen Metropolitanraum Basel. Es stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Partnern in der Schweiz, Deutschland und Frankreich und unterstützt die abgestimmte Weiterentwicklung eines gemeinsamen Lebens-, Wirtschafts- und Mobilitätsraums.

Die Agglomeration Basel ist die einzige trinationale Grossagglomeration der Schweiz und übernimmt als international bedeutender Wirtschafts-, Forschungs- und Logistikstandort wichtige Funktionen für die Schweiz und den Oberrheinraum. Aufgrund der engen grenzüberschreitenden Verflechtungen überlagern sich regionale, nationale und internationale Personen- und Güterverkehre.

Die Agglomeration Basel ist geprägt durch unterschiedliche räumliche Strukturen, Kulturräume und Planungssysteme. Die Zusammenarbeit über Länder-, Kantons- und Gemeindegrenzen hinweg stellt hohe Anforderungen an die Abstimmung zwischen den verschiedenen Partnern und macht das Agglomerationsprogramm zu einem wichtigen Instrument der grenzüberschreitenden Raum- und Verkehrsplanung.

Die langfristige Entwicklung orientiert sich am Zukunftsbild 2040. Ein besonderer Fokus liegt auf der abgestimmten Entwicklung der verschiedenen Korridore und Teilräume der Agglomeration. Mit den sogenannten Korridorprozessen werden gemeinsame Herausforderungen und Entwicklungsschwerpunkte räumlich differenziert bearbeitet und mit konkreten Projekten und Vertiefungen verknüpft.

Im Zentrum stehen eine leistungsfähige und klimaverträgliche Mobilität, attraktive Siedlungs- und Freiräume sowie die koordinierte Entwicklung eines vielfältigen und stark vernetzten Metropolitanraums.

Entwicklung des Agglomerationsprogramms Basel

5. Generation

Das Agglomerationsprogramm Basel der 5. Generation wurde im April 2025 beim Bund eingereicht. Es entwickelt die bisherige grenzüberschreitende Zusammenarbeit im trinationalen Metropolitanraum Basel weiter und vertieft die abgestimmte Entwicklung von Siedlung, Mobilität, Landschaft und Klima.

Im Zentrum der 5. Generation stehen die Weiterentwicklung des Zukunftsbildes 2040, die stärkere Integration von Klimaschutz und Klimaanpassung sowie die räumlich differenzierte Weiterentwicklung der verschiedenen Korridore und Teilräume der Agglomeration. Klima wurde dabei erstmals als eigenständige Querschnittsstrategie in das Agglomerationsprogramm integriert.

Ein wichtiger neuer Schwerpunkt ist das Trinationale Gesamtkonzept Multimodale Drehscheiben. Dieses definiert die bedeutenden Verkehrsdrehscheiben der Agglomeration und stärkt die Verknüpfung von öffentlichem Verkehr, Fuss- und Veloverkehr sowie motorisiertem Individualverkehr. Damit sollen grenzüberschreitende Mobilitätsketten verbessert und die kombinierte Mobilität gezielt gefördert werden.

Die bereits seit mehreren Generationen etablierten Korridorprozesse wurden in der 5. Generation weiter vertieft und um räumliche Fokusprozesse («Lupen») ergänzt. Im Vordergrund standen dabei insbesondere die Entwicklung des Birsraums, die Arbeits- und Koordinationsplattform Bachgraben-Allschwil, die Zukunft Tram 8+ sowie die Testplanung Riehen. In diesen Prozessen wurden Fragen der Siedlungsentwicklung, Mobilität, Freiraumgestaltung und Klimaanpassung gemeinsam mit Gemeinden und Fachstellen bearbeitet.

Wichtige Projekte der 5. Generation sind unter anderem die Mobilitätsdrehscheibe Dornach Apfelsee, die neue S-Bahn-Haltestelle Basel Neuallschwil mit stadtseitiger Erschliessung, die Velovorzugsrouten in der Birsstadt sowie die Aufwertung der Güterstrasse in Basel. Die Projekte stärken die kombinierte Mobilität, verbessern die grenzüberschreitende Erreichbarkeit und leisten einen Beitrag zur klimaorientierten Entwicklung des Metropolitanraums.

Mit der 5. Generation wurden verschiedene kurz- und mittelfristige Massnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund XX Millionen Franken zur Mitfinanzierung beim Bund eingereicht.

4. Generation

Das Agglomerationsprogramm Basel der 4. Generation wurde im Jahr 2021 beim Bund eingereicht. Es baute die in den vorangegangenen Generationen etablierten grenzüberschreitenden Prozesse weiter aus und vertiefte die koordinierte Entwicklung von Siedlung, Verkehr und Landschaft im trinationalen Metropolitanraum Basel.

Im Zentrum der 4. Generation standen die Weiterentwicklung des Zukunftsbildes 2040 sowie die stärkere räumliche Differenzierung der Agglomeration. Die bereits in der 3. Generation eingeführten Raumkategorien und Entwicklungsräume wurden in der 4. Generation weiter geschärft, stärker operationalisiert und mit spezifischen Entwicklungszielen verknüpft. Dadurch konnte die räumliche Entwicklungsstrategie des Agglomerationsprogramms weiter präzisiert und stärker auf die unterschiedlichen Teilräume der Agglomeration abgestimmt werden.

Die bereits in der 3. Generation aufgebauten Korridorprozesse wurden weiter vertieft und stärker mit kommunalen und regionalen Entwicklungsprozessen verknüpft. Gleichzeitig wurden bestehende Strategien weiterentwickelt und um zusätzliche Themen ergänzt. Dazu gehörten unter anderem multimodale Drehscheiben, kombinierte Mobilität, Güterverkehr und Logistik, Fuss- und Veloverkehr sowie Landschafts- und Freiraumentwicklung.

Wichtige Projekte der 4. Generation waren unter anderem die ÖV-Drehscheibe Pratteln, die Velovorzugsrouten in der Birsstadt, die neue Fuss- und Velounterführung am Bahnhof Laufen sowie die Elektrifizierung von Buslinien und Depotinfrastrukturen. Die Projekte stärkten die multimodale Vernetzung, verbesserten die Erreichbarkeit wichtiger Entwicklungsräume und förderten eine klimaverträglichere Mobilität innerhalb der Agglomeration.

Mit der 4. Generation wurden Massnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 596 Millionen Franken für kurzfristige Massnahmen (A- Horizont, Realisierung 2024-2027) zur Mitfinanzierung beim Bund eingereicht. Der Bund beteiligt sich mit Beiträgen in der Höhe von rund 226 Millionen Franken an den Kosten der kurzfristigen A-Massnahmen (Realisierungszeitraum 2024-2027).

Frühere Generationen

Bereits in den ersten drei Programmgenerationen wurden im Agglomerationsprogramm Basel wichtige Grundlagen für die heutige grenzüberschreitende Zusammenarbeit im trinationalen Metropolitanraum geschaffen. Dazu gehörten insbesondere der Aufbau gemeinsamer Strategien und Prozesse, die Einführung einer gemeinsamen Governance sowie die Gründung des Vereins Agglo Basel zur langfristigen institutionellen Verankerung der Zusammenarbeit zwischen den Partnern in der Schweiz, Deutschland und Frankreich.

Mit den ersten drei Generationen wurden zentrale Grundlagen für die koordinierte Entwicklung von Siedlung, Verkehr und Landschaft erarbeitet. Dazu gehörten unter anderem die Einführung der Korridorprozesse, der Aufbau gemeinsamer Strategien zur trinationalen S-Bahn, zum Verkehrsmanagement und zum Güterverkehr sowie die stärkere Abstimmung zwischen regionalen und kommunalen Entwicklungsprozessen.

Wichtige Projekte früherer Generationen waren unter anderem die Verlängerung der Tramlinie 8 nach Weil am Rhein, verschiedene Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs entlang der Korridore sowie erste multimodale Drehscheiben und Aufwertungen von Bahnhofsumfeldern.

Mit den ersten drei Generationen wurden Massnahmen mit einem gesamten Investitionsvolumen von rund 785 Millionen Franken beim Bund zur Mitfinanzierung eingereicht. Der Bund sicherte Beiträge in der Höhe von rund 281 Millionen Franken für die Umsetzung der Massnahmen zu.

Dokumente zum Agglomerationsprogramm Basel

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