AP Solothurn

Einleitung

Das Agglomerationsprogramm Solothurn bildet die Grundlage für die koordinierte Entwicklung von Siedlung, Verkehr und Landschaft in der Region Solothurn. Es unterstützt die Abstimmung über Gemeindegrenzen hinweg und trägt dazu bei, die Ziele des kantonalen Richtplans konkret umzusetzen.

Die Agglomeration Solothurn zeichnet sich durch ihre hohe Lebensqualität, ihre vielfältigen Landschaftsräume sowie die enge Verflechtung von urbanen und ländlichen Räumen aus. Das Agglomerationsprogramm verfolgt das Ziel, die Region als attraktiven Lebens-, Arbeits- und Mobilitätsraum weiterzuentwickeln.

Die langfristige Entwicklung orientiert sich am Zukunftsbild 2040 unter dem Motto «savoir vivre». Im Zentrum stehen qualitätsvolle Siedlungsräume, lebendige Zentren, attraktive Freiräume sowie eine gut vernetzte und umweltverträgliche Mobilität.

Entwicklung des Agglomerationsprogramms Solothurn

5. Generation

Das Agglomerationsprogramm Solothurn der 5. Generation wurde im Juni 2025 beim Bund eingereicht. Es baut auf den bisherigen Programmgenerationen auf und entwickelt das Zukunftsbild 2040 sowie die teilraumbezogenen Strategien konsequent weiter.

Im Mittelpunkt der aktuellen Generation stehen die qualitative Weiterentwicklung der Siedlungsräume, die Stärkung von Zentren und öffentlichen Räumen sowie die Förderung einer nachhaltigen und vernetzten Mobilität. Ein besonderer Fokus liegt auf der Aufwertung von Ortsdurchfahrten und ÖV-Knoten, dem Ausbau des Fuss- und Veloverkehrs sowie der stärkeren Verknüpfung unterschiedlicher Mobilitätsangebote.

Die regionale Zusammenarbeit und der Einbezug der Gemeinden wurden im Rahmen von Workshops, Foren und teilraumspezifischen Prozessen weiter vertieft. In den Teilräumen Solothurn+, Wasseramt und Unterleberberg wurden räumliche und thematische Schwerpunkte gemeinsam konkretisiert und weiterentwickelt.

Wichtige Projekte der 5. Generation sind unter anderem die Elektrifizierung der BSU-Busflotte, verschiedene Aufwertungsmassnahmen entlang wichtiger Ortsdurchfahrten sowie der Ausbau regionaler Veloverbindungen in den Teilräumen Wasseramt und Solothurn+. Ergänzt werden diese durch Massnahmen zur Verbesserung der multimodalen Vernetzung und zur Aufwertung wichtiger ÖV-Knoten. Mit der 5. Generation wurden verschiedene kurz- und mittelfristige Massnahmen (sog. A- und B-Massnahmen) mit einem Investitionsvolumen von rund 111 Millionen Franken zur Mitfinanzierung beim Bund eingereicht.

4. Generation

Das Agglomerationsprogramm Solothurn der 4. Generation wurde im Jahr 2021 beim Bund eingereicht. Im Zentrum standen die grundlegende Überarbeitung des Zukunftsbildes 2040 sowie die stärkere räumliche und thematische Konkretisierung des Agglomerationsprogramms.

Gestützt auf das Motto «savoir vivre» wurden die Raumtypen und Entwicklungsziele differenziert weiterentwickelt und stärker auf die unterschiedlichen Qualitäten und Potenziale der Region abgestimmt. Gleichzeitig wurden die Themen Siedlung, Mobilität und Landschaft noch enger miteinander verknüpft.

Einen besonderen Stellenwert erhielten die stärkere partizipative Zusammenarbeit mit den Gemeinden sowie die Vertiefung regionaler Prozesse und Strategien. Mit dem Mobilitätsquintett Wasseramt und dem Projekt «Natur und Naherholung im Herzen der Agglomeration Solothurn» wurden wichtige thematische Schwerpunkte gemeinsam weiterentwickelt.

Zudem wurden mit den sogenannten Fokusräumen erstmals räumliche Schwerpunkte mit besonderem Handlungsbedarf definiert und vertieft bearbeitet.

Wichtige Projekte der 4. Generation waren unter anderem das Verkehrsmanagement Westtangente, der Westbahnhof Solothurn, die multimodale Drehscheibe Bahnhof Luterbach-Attisholz, verschiedene Massnahmen zur Aufwertung von Ortsdurchfahrten sowie Projekte zur Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrs in den regionalen Zentren und Entwicklungsräumen.

Mit der 4. Generation wurden Massnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 105 Millionen Franken für kurzfristige Massnahmen (A- Horizont, Realisierung 2024-2027) zur Mitfinanzierung beim Bund eingereicht. Der Bund beteiligt sich mit Beiträgen in der Höhe von rund 41 Millionen Franken an den Kosten der kurzfristigen A-Massnahmen (Realisierungszeitraum 2024-2027).

Frühere Generationen

Bereits in den ersten drei Programmgenerationen wurden zahlreiche Projekte zur Verbesserung von Mobilität, Ortsdurchfahrten, Bahnhofsumfeldern sowie des Fuss- und Veloverkehrs umgesetzt.

In den frühen Generationen standen insbesondere die koordinierte Abstimmung von Siedlung und Verkehr, die Umsetzung der kantonalen Siedlungsstrategie sowie die Förderung einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung im Vordergrund. Mit den Programmgenerationen wurden die Inhalte schrittweise erweitert und stärker auf regionale Entwicklungsfragen abgestimmt.

Neben Verkehr und Siedlung rückten zunehmend auch Fragen der Landschaftsqualität, der Freiraumentwicklung sowie der regionalen Zusammenarbeit in den Fokus.

Wichtige Projekte früherer Generationen waren unter anderem die neue Bahnhaltestelle Solothurn Allmend, die verschobene Haltestelle Bellach Grederhof, die Bahn- und Strassensanierung an der Baselstrasse in Solothurn, verschiedene Betriebs- und Gestaltungskonzepte zur Aufwertung von Ortsdurchfahrten sowie Massnahmen zur Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrs.

Mit den ersten drei Generationen wurden Massnahmen mit einem gesamten Investitionsvolumen von rund 93 Millionen Franken beim Bund zur Mitfinanzierung eingereicht. Der Bund sicherte Beiträge zu in der Höhe von rund 33 Millionen Franken für die Umsetzung der Massnahmen.

(Button zur Dokumentation AP SO einfügen)

Dokumente zum Agglomerationsprogramm Solothurn

Amt für Raumplanung

Werkhofstrasse 59
4509 Solothurn

Öffnungszeiten
Montag - Freitag:
08:00 - 12:00 / 13:30 - 17:00