Medienmitteilung

Vorwurf der sexuellen Handlungen mit einem Kind: Einstellung des Verfahrens

  • 19.05.2022

Im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen sexueller Handlungen mit einem Kind, angeblich begangen durch den Vater eines 9-jährigen Mädchens ("Fall Nathalie"), hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen abgeschlossen und stellt die Strafuntersuchung ein

Im Dezember 2019 zeigte eine Mutter ihren Exmann bei der Polizei Kanton Solothurn an und machte insbesondere geltend, dass dieser die gemeinsame Tochter mehrfach sexuell misshandelt haben soll.

Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Strafuntersuchung gegen den Vater, unter anderem wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind. Nach umfangreichen Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden stellt die Staatsanwaltschaft fest, dass sich ein anfänglicher Tatverdacht in keiner Weise erhärtet hat. Die Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten wird daher eingestellt.

Im Zusammenhang mit Aussagen des Kindes und gestützt auf eine entsprechende Anzeige wurden zudem umfangreiche Abklärungen wegen angeblichen rituellen Vergewaltigungen und Tötungen, begangen durch eine unbekannte Täterschaft, getätigt. Es ergaben sich jedoch trotz intensiver Abklärungen keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten

Weiter wurde von der Mutter eine Strafanzeige, insbesondere wegen Amtsmissbrauchs und Begünstigung, gegen zwei Mitarbeiterinnen einer Sozialregion eingereicht. Auch hier ergaben die Abklärungen der Staatsanwaltschaft, dass die Tatbestände eindeutig nicht erfüllt sind.

Damit ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft der Verfahrenskomplex rund um den in den Medien thematisierten "Fall Nathalie" abgeschlossen, wobei die Verfügungen von den Parteien noch angefochten werden können.