Nach Abschluss der Hochwasserschutz- und Revitalisierungsarbeiten lädt die nun überall frei zugängliche Emme zum Verweilen und Baden ein. Seit Kurzem und bis Mitte Juli werden Spaziergänger und Spaziergängerinnen auf einige wenige Holzabschrankungen und Informationstafeln in Biberist und Derendingen treffen. Der Grund dafür ist ein amselgrosser und im Kies gut getarnter Vogel: der in der Schweiz stark gefährdete Flussregenpfeifer. Damit die Vögel hier erfolgreich brüten können, dürfen sie nicht gestört werden. Die hierzu notwendigen Schutzmassnahmen sind im Erschliessungs- und Gestaltungsplan des Hochwasserschutz- und Revitalsierungsprojekts der Emme vorgesehen.
Ab Mitte April bis Ende Brutzeit Mitte Juli wird mit Iris Baumgartner eine ausgebildete und erfahrene Rangerin den Flussregenpfeifer beobachten, den «Neuzuzüger» der interessierten Bevölkerung näherbringen und so zur Akzeptanz der Schutzmassnahmen für die brütende Vogelart beitragen. Das Pilotprojekt soll auch dazu dienen, erste Erfahrungen mit einem Rangerdienst im Kanton Solothurn zu sammeln: Auch in anderen Gebieten besteht Handlungsbedarf bei der Koordination von Naherholung und Naturschutz. Seitens des Kantons Solothurn ist man gespannt, ob sich die Bemühungen auszahlen und der Flussregenpfeifer erfolgreich seine Küken an der Emme aufziehen kann.