Aufgaben

Die Mitglieder des Care Teams Solothurn können zur Betreuung von Opfern, Angehörigen und Beteiligten, Zeugen, Helfern sowie Tätern aufgeboten werden. Die psychische Betreuung von Betroffenen bei Alltagsereignissen sowie bei Katastrophen und Notlagen ist wichtig.

Sie unterstützen und begleiten Betroffene in der Akutphase eines Ereignisses im Sinne der psychosozialen Nothilfe. Ihre Intervention soll das Risiko von Spätfolgen eines traumatisierenden Ereignisses verhindern und vermindern.

Die Art der Nothilfe beschränkt sich auf die Akutphase und richtet sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Betroffenen sowie nach der Art des Ereignisses.


Arbeitsweise des Care Teams
(SAFER-Modell von Everly 2002; Hausmann 2003)

  • Stabilisieren
Betroffene von der Stressoren wegbringen
  • Anerkennen
erzählen lassen und anerkennen
  • Fördern
verstehen, fördern und erleichtern
  • Ermutigen
von Handlungen zur Bewältigung
  • Rückgewinnen
von Handlungsfähigkeit

Zur Orientierung gibt das Care-Mitglied den Betroffenen das Hilfsblatt "Empfehlungen für den Umgang mit belastenden Ereignissen" mit auf den Weg.
Sie können das Blatt hier als Pdf-Datei herunter laden. Es steht in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

Das Betreuungsangebot gilt ebenfalls für die Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, Sanität oder Zivilschutz, die durch ihren Einsatz als Helfer psychisch belastet werden.

Der Dienst des Care Teams ist unentgeltlich. Die Kosten der Einsätze werden vom Kanton Solothurn sowie den Landeskirchen (Vertreten durch die Solothurnische Interkonfessionelle Konferenz, SIKO) getragen.


Nicht zu den Aufgaben des Care Teams gehören:

  • Suizidverhinderndes Gespräch (Polizei, Ärzte)
  • Betreuung von Vergewaltigungsopfern (Opferhilfe)
  • Interventionen bei häuslicher Gewalt (Polizei)
  • Therapeutische Massnahmen jeglicher Art, über die Erstversorgung hinaus (Psychologische Fachpersonen, schulpsychologische und psychiatrische Dienste u.a.)