Vorkommen: natürlich in verschiedenen Mineralien
Hauptquellen: metallverarbeitende Industrie, Oberflächenveredelung, Korrosionsschutz, Farben– und Lackherstellung, Lederindustrie, Textilindustrie, Holzimprägnierung
Wirkung auf Menschen: als Spurenelement lebensnotwendig; metallisches Chrom und ChromIII+ – Verbindungen sind stabil und nicht gesundheitsschädlich; ChromVI+ – Verbindungen hingegen sind giftig;
akute orale Aufnahme von CrVI+ - Verbindungen können zu: 1) Schleimhautreizungen bzw. -verätzungen, 2) Erbrechen, 3) Durchfall, 4) Blutungen des Magen-Darm-Trakts 5) Leber- und Nierenschäden 6) Tod durch Kreislaufversagen oder Niereninsuffizienz führen; ständige Aufnahme kann folgende chronische Schäden verursachen: 1) Veränderungen des Erbutes, 2) Krebs, 3) Unfruchtbarkeit
Wirkung auf Tiere: als Spurenelement lebensnotwendig; Toxizität wie beim Menschen
Wirkung auf Pflanzen: vermutlich kein Spurenelement für Pflanzen; CrIII+ ist schlecht pflanzenverfügbar; CrVI+ ist gut pflanzenverfügbar, verbleibt jedoch hauptsächlich in den Vakuolen der Pflanzenwurzeln, erst bei sehr hohen Konzentrationen werden die Wurzeln geschädigt und die Konzentration in der gesamten Pflanze steigt an; hoher CrVI+ - Gehalt in Böden beeinträchtigt die Bodenlebewesen (z.B. Regenwürmer), die Bodenfruchtbarkeit und damit auch das Pflanzenwachstum
Besonderes: beide Oxidationsstufen des Chroms (CrIII+ und CrVI+) kommen in Böden vor, wenn auch mit unterschiedlicher Stabilität; CrVI+ wird natürlicherweise zu CrIII+ reduziert und stabilisiert. Beschleunigt wird dieser Prozess durch einen sauren pH-Wert und hohen Gehalt an reduzierenden Bodenbestandteilen wie organischer Substanz.