Ressourcenprogramm Humus

Eine Hand hält ein Stück Oberboden mit hohem Humusgehalt.

Das kantonale Ressourcenprogramm «Humusbewirtschaftung in der Landwirtschaft» wurde im August 2017 erfolgreich gestartet. Das Projekt dauert sechs Jahre und endet für die teilnehmenden Betriebe 2023. Als Innovationsprogramm der Landwirtschaft wird das Projekt vom Bundesamt für Landwirtschaft finanziell unterstützt.

Der Einstieg in das Projekt ist nicht mehr möglich. 

Aktuelles

Mit der Massnahmenanmeldung im September 2021 endete das vierte Projektjahr und das fünfte Projektjahr ist bereits in vollem Gange. Insgesamt haben 224 Betriebe das vierte Projektjahr abgeschlossen. Die Teilnehmeranzahl ist somit über die letzten Projektjahre nahezu konstant geblieben. Die gesetzten Ziele konnten bislang erfreulicherweise fast überall erreicht werden. In unserem vierten Newsletter erfahren Sie den aktuellen Zwischenstand des Projektes und Infos aus dem Arbeitskreis und dem Wirkungsmonitoring.

boden:ständig

Die Praxisplattform für Boden- und Gewässerschutz bietet eine Vielzahl von Informationen zu den Themen Bodenschutz und Gewässerschutz. Neben konkreten Massnahmen in der Produktionstechnik – beispielsweise der Anbau von Zwischenfrüchten oder der Direktsaat – werden auch Massnahmen in der der Landschaftsgestaltung und dem Gewässerschutz vorgestellt.

Innovative Bodenbewirtschaftung und Landschaftsentwicklung - boden:staendig

Neue Massnahmen ab 2021

Zusammen mit den teilnehmenden Betrieben, Beratern und Experten der HAFL wurden drei neue Massnahmen entwickelt, welche das Massnahmenpaket ab 2021 erweitern. Die Massnahmen tragen dazu bei, Lücken in der Bodenbedeckung zwischen zwei Kulturen zu schliessen. Gerade für Ackerbaubetriebe ist die Fruchtfolge und der Anbau von Zwischenkulturen im Hinblick auf den Humusaufbau essentiell.

Massnahme: Späte Gründüngung

Auch die späte Saat einer Gründüngung (nach dem 1. September) führt bei gutem Auflaufen der Kultur zum Aufbau organischer Substanz im Boden. Zudem bringt sie weitere positive Effekte mit sich: Verhinderung von Erosion und Nährstoffauswaschung, positive Wirkung auf Gefüge und Stabilität des Bodens, Erhöhung der biologischen Aktivität etc. Da die Humusleistung einer späten Gründüngung nicht ganz so hoch ist, wie bei der frühen Saat, gibt es einen abgestuften Beitrag. 

Massnahme: Gründüngung vor Winterkultur

Je nach Fruchtfolge sind die Böden im Sommer nach der Ernte der Hauptkultur und vor der Saat der Winterkultur während 2-3 Monaten unbedeckt. Sommergewitter können hier zu starker Bodenerosion führen und Humuspartikel abtransportieren. Diese Lücke soll mit einer Gründüngung vor der Winterkultur geschlossen werden und so den Boden schützen.

Massnahme: Ganzjährige Bodenbedeckung

Neben der Zufuhr von organischem Material, wie Mist oder Kompost, ist die Bedeckung des Bodens eine der wichtigsten Massnahmen für den Erhalt bzw. den Aufbau von Humus – vor allem bei vieharmen und viehlosen Betrieben. Eine nahezu ganzjährige Bodenbedeckung soll mit einem Innovationsbeitrag abgegolten werden.