Was läuft aktuell?

Von Mai 2020 bis zum August 2021 wurde je ein Vorprojekt für die noch zur Diskussion stehenden Varianten «Ausbauen und aufwerten» (= Durchleiten) sowie «Rückhalten und aufwerten» (=Rückhalt Dünnerngrube) erarbeitet.

Positive Stellungnahmen der Amtsstellen

Die betroffenen Amtsstellen von Bund und Kanton haben Ende 2021/anfangs 2022 die beiden Vorprojektdossiers geprüft. Sie kommen zum Schluss, dass im Grundsatz beide Varianten machbar und genehmigungsfähig sind. Einzelne Themenfelder müssen in der weiteren Planung vertieft betrachtet werden. Tendenziell wird die Variante «Ausbauen + Aufwerten» aus Ämtersicht als vorteilhafter erachtet.

Welche Variante soll es sein?

Momentan werden von den Projektbeteiligten die beiden Varianten gegeneinander abgewogen. Vor- und Nachteile werden einander gegenübergestellt und bewertet. Die bisherigen Resultate sprechen eher für die Variante «Ausbauen + Aufwerten». Der Prozess der Variantenbewertung dauert aber an und soll im nächsten Halbjahr weiter konsolidiert werden. Ende 2022 wird entschieden, welche Variante im kantonalen Richtplan festgesetzt werden soll.

Wie geht es weiter?

Die gewählte Bestvariante wird im Verlauf von 2023/24 im kantonalen Richtplan festgesetzt und damit behördenverbindlich. Parallel laufen die Planungsarbeiten für eine erste Bauetappe an. Dabei wird die Planung von 19 km auf Etappen von zwei bis drei Kilometer heruntergebrochen. Dabei ist noch nicht klar, welcher Abschnitt zuerst vertieft beplant wird. Die Planung für eine erste Bauetappe mündet in einem grundeigentümerverbindlichen kantonalen Nutzungsplan.

Mit dem Baustart einer ersten Etappe ist frühestens ab 2028 zu rechnen.

Dialog mir der Landwirtschaft

Die Dünnern ist in eine landwirtschaftlich intensiv genutzte Landschaft eingebettet. Bauliche Massnahmen betreffen deshalb insbesondere landwirtschaftliche Nutzflächen. In Absprache mit dem Solothurner Bauernverband hat das Amt für Umwelt Anfang 2020 den potenziell betroffenen Bewirtschafter/innen und Land-Eigentümer/innen Sprechstunden angeboten. Fazit daraus: Der Dialog muss vertieft weitergeführt werden. Deshalb pflegt die Projektträgerschaft mit Vertretern der Landwirtschaft einen regen Austausch. So wurde im März 2022 der lokale landwirtschaftliche Bezirksverein über die aktuelle Planung orientiert.