Fremdsprachen

Der Kanton Solothurn ist ein Brückenkanton zur Westschweiz, deshalb wird in der Schule die Landessprache Französisch als erste Fremdsprache gelernt. Der Unterricht startet in der dritten Klasse der Primarschule. Englisch, als zweite Fremdsprache, beginnt im fünften Primarschuljahr.

Die Kantone entlang der Sprachgrenze Deutsch/Französisch (Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Solothurn und Wallis) entwickelten für den Fremdsprachenunterricht das Konzept «Passepartout». Der Unterricht erfolgt nach einem einheitlichen Lehrplan und mit gleichen Lehrmitteln. Auch die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen wurde gemeinsam konzipiert.

Italienisch als dritte Fremdsprache: Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (Anforderungsniveaus B und E) können ab der 2. Klasse der Sekundarschule Italienisch als Wahlfach belegen.

2019 hat die Praxisgruppe Fremdsprachenunterricht mit Mitgliedern aus dem Verband Lehrerinnen und Lehrer Solothurn, dem Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Solothurn, der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz und unter der Leitung des Volksschulamts Kanton Solothurn die Umsetzungshilfe für die Arbeit mit Clin d’oeil 7 und 8 erarbeitet. Die Umsetzungshilfe für Clin d’oeil 9 folgt.

Ziel der Umsetzungshilfe ist es, eine mögliche Orientierung in der Materialfülle zu bieten. Die Lehrpersonen entscheiden, ob sie davon Gebrauch machen.

Umsetzungshilfe Clin d'oeil (1. und 2. Sek)

Die Kinder sollen am Ende der obligatorischen Schulzeit ohne Scheu in Französisch und Englisch kommunizieren können. Dabei orientiert sich „Passepartout“ an der Didaktik der Mehrsprachigkeit. Die Sprachen werden nicht mehr isoliert unterrichtet, sondern die Schülerinnen und Schüler lernen, Parallelen zwischen den Sprachen zu erkennen und zu nutzen. Zudem legt der frühe Sprachenunterricht grossen Wert auf das aktive Mittun der Schülerinnen und Schüler. Hören und Sprechen sind zunächst wichtiger als korrektes Schreiben

Weitere Infomationen für Eltern

Kultur- und Sprachaustausch

Bund und Kantone fördern Bildungsprogramme für Austausch und Mobilität mit finanziellen Mitteln. Zu diesem Zweck haben sie die nationale Agentur «Movetia» geschaffen. Movetia bietet für Schulen im Volksschulbereich interessante Angebote und Unterstützung.

Klassenaustausch
Der Besuch einer fremdsprachigen Klasse liefert interessante Einblicke und ermöglicht einer Klasse oder der ganzen Schule, eine französisch- oder italienischsprachige Region kennenzulernen und Sprachkenntnisse anzuwenden. Der Klassenaustausch kann verschiedene Formen haben und z. B. als Schulreise, Lager oder als mehrtägiger, gegenseitiger Austausch von Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden.

Ferienaustausch
Der Ferienaustausch bietet 11 - 15-jährigen Jugendlichen die Möglichkeit, für ein bis zwei Wochen in einer Familie in einer anderen Sprachregion der Schweiz zu leben.

Anmeldung

Rotativer Halbklassenaustausch oder «Sprachbad – Immersion»
Mit dem Projekt „Sprachbad - Immersion" bietet der Verein «Hauptstadtregion Schweiz» ein Angebot, bei dem die Schülerinnen und Schüler einen mehrtägigen Austausch mit Jugendlichen aus dem französischen Sprachgebiet machen. Der Verein „Hauptstadtregion Schweiz“ ist ein Zusammenschluss der fünf Kantone Bern, Freiburg, Neuenburg, Solothurn und Wallis sowie mehrerer Städte, Gemeinden und Regionalorganisationen.

Das Angebot richtet sich an Klassen des 5. Primarschuljahres bis zur 3. Klasse der Sek I der fünf beteiligten Kantone.

Die Kosten für Kost und Logis werden von den Gastfamilien übernommen. Die Finanzierung von Transport und Ausflügen kann bei der «Hauptstadtregion Schweiz» beantragt werden.

Fremdsprachliches 12. Schuljahr – ein Brückenangebot

Der Kanton Freiburg bietet das „Zwölfte Partnersprachliche Schuljahr ZPS“ an. Schülerinnen und Schüler, die das letzte obligatorische (elfte) Schuljahr abgeschlossen haben, können vor dem Eintritt in die Sekundarstufe II (Lehre oder Schule) ein zwölftes Schuljahr in einer Klasse in einem der 13 Schulzentren der Orientierungsstufe im französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg absolvieren.

Das Volksschulamt prüft im Einzelfall zusammen mit dem Schulträger, ob das Zwölfte Partnersprachliche Schuljahr eine geeignete Lösung ist.

Interessierte Eltern senden einen schriftlichen Antrag an:

Volksschulamt
Abteilung Steuerung und Aufsicht
St. Urbangasse 73
4509 Solothurn