Elternschaft

Der Kanton Solothurn fördert als Arbeitgeber die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Elternschaft. Das heisst konkret die Förderung von Teilzeitstellen – auch im Kaderbereich, Jahresarbeitszeit, bezahlter Urlaub zur Pflege von erkrankten oder verunfallten Kindern (GAV § 114), finanzielle Beiträge zur familienergänzenden Kinderbetreuung und die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zu beziehen.

Mutterschaftsurlaub

Der Mutterschaftsurlaub beginnt mit der Geburt des Kindes und dauert bei unbefristeter Anstellung 16 Wochen bzw. bei einer befristeten Anstellung im 1. und 2. Dienstjahr 14 Wochen. Während dieser Zeit erhalten Sie 100% des Lohnes (GAV § 190/191). Füllen Sie innerhalb eines Monates nach der Geburt Ihres Kindes die Anmeldung für die Mutterschaftsentschädigung aus.

Vaterschaftsurlaub

Väter erhalten bei der Geburt eines Kindes einen gesetzlichen Vaterschaftsurlaub von 10 Tagen. Der Urlaub kann innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt des Kindes bezogen werden, am Stück oder verteilt auf einzelne Tage. Während dieser Zeit erhalten Sie 100% des Lohnes. Füllen Sie nach dem vollständigen Bezug des Vaterschaftsurlaubs die Anmeldung für die Vaterschaftsentschädigung aus.

Unbezahlter Urlaub für die Kinderbetreuung

Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen oder einschränken müssen, um ein wegen Krankheit oder Unfall gesundheitlich schwer beeinträchtigtes minderjähriges Kind zu betreuen, haben seit dem 1. Juli 2021 Anspruch auf eine Betreuungsentschädigung in der Höhe von 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Der Unterbruch oder die Einschränkung der Erwerbstätigkeit wird über die Erwerbsersatzordnung (EO) entschädigt.

Sind die Anspruchsvoraussetzungen für die Betreuungsentschädigung gemäss den Artikeln 16n bis 16s des Erwerbsersatzgesetztes (EOG; SR 834.1) erfüllt, können die Arbeitnehmenden der kantonalen Verwaltung bei ihren Vorgesetzten einen maximal 14-wöchigen unbezahlten Urlaub zur Betreuung des schwer erkrankten oder verunfallten Kindes beantragen. Es besteht jedoch kein Anspruch auf Gewährung des unbezahlten Urlaubs. Vorgesetzte, die mit einer solchen Anfrage konfrontiert sind, wenden sich bitte an das Personalamt.
Dieser über die Erwerbsersatzordnung entschädigte Urlaub kann innerhalb von 18 Monaten am Stück, wochenweise oder an einzelnen Tagen bezogen und zwischen den Eltern aufgeteilt werden.

Weitere Informationen stehen auf der Homepage der Ausgleichskasse Solothurn AKSO zur Verfügung.