Überwachung biologische Wasserqualität

Jedes Gewässer verfügt über eine standorttypische Besiedlung mit Kleinlebewesen. Diese reagiert empfindlich auf Veränderungen der Wasserqualität. Neben chemischen Analysen können somit auch anhand der vorhandenen Wasserorganismen Aussagen über die Qualität des Gewässers gemacht werden.

An verschiedenen Stellen in Solothurner Fliessgewässern werden deshalb die vorhandenen Arten von Wasserlebewesen erhoben. Anhand der Häufigkeit und der Zusammensetzung der Organismen kann der Grad der Beeinträchtigung des Gewässers bestimmt werden. Die Erhebungen sollen die chemischen Messungen ergänzen und eine differenziertere Aussage ermöglichen.

Ausgewählt wurden die folgenden sechs Fliessgewässer:

  • Mülibach, Schnottwil
  • Messibach, Messen
  • Biberenbach, Buchegg
  • Mülibach, Buchegg
  • Strängenbach, Rodersdorf
  • Binnbach, Witterswil

Um äussere Einflüsse auf die Entwicklung der Gewässer über die Jahre quantifizieren zu können, wurden zusätzlich zwei Referenzbäche im Kanton ausgewählt:

  • Haglibach, Mümliswil
  • Bärenbach, Lüsslingen

Beide Fliessgewässer weisen ein Einzugsgebiet auf, in welchem nur geringe Mengen an PSM ausgebracht werden. Die Entwicklung der Qualität dieser zwei Bäche gibt uns eine Referenz der allgemeinen Entwicklung der Fliessgewässer im Kanton. So können äussere Einflüsse ausgeschlossen werden und die Qualitätsveränderungen der PSM Reduktion über den Aktionsplan zugeordnet werden.

Die ersten Resultate liegen vor und sind hier verfügbar. 

Indizierung der biologischen Wasserqualität

Die Auswirkung von Pflanzenschutzmitteln auf die aquatische Lebensgemeinschaft wird mithilfe der Wasserwirbellosen (Makrozoobenthos) beschrieben. Für die Bewertung des Risikos werden standardisierte Verfahren eingesetzt.

Bei den Untersuchungen werden sowohl der Index IBCH, als auch SPEARpesticide eruiert. Der SPEAR-Index (SPEcies At Risk) trifft eine Aussage über die Belastung eines Gewässers mit Mikroverunreinigungen basierend auf der Zusammensetzung und Häufigkeit des Makrozoobenthos.

Zweimal jährlich, jeweils im März und Juli, werden dazu 8 Fliessgewässer untersucht. Die Belastung im März beschreibt die chronische Belastung der Gewässerlebewesen, da im März von einem geringen Eintrag von Mikroverunreinigungen in den vorherigen Monaten ausgegangen wird. Die Probenahme im Juli dient der Untersuchung der akuten Belastung des Makrozoobenthos. Da in den Frühlings- und Sommermonaten mit einem erhöhten Eintrag von Pestiziden zu rechnen ist.

Die chronischen und die akuten Effekte ermöglichen Aussagen über die Wirkung des Aktionsplans Pflanzenschutzmittel.

Kontakt

Dr. Sabine Flury, Tel. 032 627 24 76

Dr. Rohner Evgenia, Tel. 032 627 29 94

Amt für Umwelt

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4509 Solothurn

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