Was vapesch?

Vapes sind Einweg-E-Zigaretten, die nicht qualmen, sondern dampfen. Doch sie sind weder für die Gesundheit noch für die Umwelt gut. Denn Vapes machen süchtig und werden mit der Entsorgung zu problematischem Sondermüll. 

An der Berufsinfo-Messe AareLand (BIM) in der Stadthalle Olten informierte das Amt für Umwelt und das Amt für Gesundheit vom 1. bis 3. September 2026 an einem Stand über das Thema Vapes und deren Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Dafür wurden die Figuren Ecco und Nicco ins Leben gerufen. Die beiden werfen Fragen auf und informieren auf spielerische und leicht verständliche Weise. 

Das Amt für Umwelt erarbeitet derzeit ein kostenloses Präventionspaket zum Thema Vapes. Dieses richtet sich speziell an Schulen, Lehrkräfte und weitere Fachpersonen. 

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Ecco und Nicco decken auf

Ecco weiss: Vapes sind Elektroschrott! Ihre Akkus können in Brand geraten. Trotzdem landen 72% aller Vapes im Kehricht statt im Recycling. Gib deine leere Vape gratis an einer Verkaufsstelle oder Sammelstelle ab.

Nicco fragt sich: Was atme ich da eigentlich ein? Beim Vapen entstehen schädliche Gase sowie Schwermetalle wie Nickel und Blei. Vapes können zudem das Herzinfarktrisiko um 53% erhöhen. 

In der Schweiz verursachen beschädigte oder falsch entsorgte Vape-Akkus jährlich bis zu 30 Brände in Entsorgungsanlagen. Die in Vapes enthaltenen Lithium-Ionen-Akkus können im Hausmüll, in Entsorgungsfahrzeugen oder in Abfallanlagen in Brand geraten und grossen Schaden anrichten. Bei der Verarbeitung in Kehrichtentsorgungsanlagen besteht das Risiko, dass giftige Gase entstehen, die Mensch und Natur gefährden.  

Aber auch zu Hause können beschädigte Vape-Akkus zur Brandgefahr werden, etwa wenn sie unbenutzt in einer Schublade liegen. Deshalb sollten defekte oder ausgediente Vapes nicht einfach aufbewahrt, sondern zeitnah in einem Verkaufsgeschäft oder einer Sammelstelle für Elektroschrott abgegeben werden.

Wer eine Vape wegwirft (Littering), muss mit einer Busse von CHF 80.– rechnen. Wer mehrere Vapes wegwirft, zahlt eine Busse von CHF 100.–. Wer seine Vape korrekt über eine Verkaufs- oder Sammelstelle entsorgt, vermeidet nicht nur die Busse, sondern schützt auch Natur und Mitmenschen vor den Risiken beschädigter Akkus.

Vapes müssen aufgrund ihrer Lithium-Ionen-Batterie als Elektroschrott entsorgt werden. Dank der vorgezogenen Entsorgungsgebühr ist das korrekte Entsorgen kostenlos. Leere Vapes könnten an der Verkaufsstelle oder einer Sammelstelle für Elektroschrott abgegeben werden. Es lässt sich auch ein «Vape Recycling Bag» bestellen, in dem leere, aber unbeschädigte Vapes per Post eingeschickt werden können. 

Leider landen heute rund 72% aller Vapes fälschlicherweise im Kehricht statt im Recycling. Doch die Batterien von Vapes enthalten sowohl wertvolle Rohstoffe als auch Schadstoffe. Deshalb läuft die Kampagne «Recycle your vape». => Zur Kampagne

Vapes gelten oft als harmlose Alternative zur Zigarette – das stimmt so nicht. Auch E-Zigaretten beinhalten relevante Sucht- und Gesundheitsrisiken, die nicht verharmlost werden dürfen. Sie enthalten Nikotin, das schnell abhängig macht, sowie weitere Stoffe, deren langfristige Wirkung noch kaum erforscht ist. «Weniger schädlich» heisst eben nicht «unschädlich».

Vapes dürfen in der Schweiz eigentlich erst ab 18 Jahren verkauft werden, dennoch gelangen sie auch an jüngere Jugendliche. Süsse Aromen wie Mango oder Blaubeere und ein auffälliges, buntes Design sprechen gezielt ein junges Publikum an. Ein Geschmack, der als «cool» empfunden wird, verleitet zudem dazu, häufiger und mehr zu vapen. 

Besonders problematisch: Der frühe Einstieg über eine Vape ist kein harmloser Konsum zum Probieren, sondern erhöht das Risiko, später zur Zigarette zu wechseln und nikotinabhängig zu werden. Da sich das Jugendgehirn noch in der Entwicklung befindet, wirkt Nikotin hier besonders stark und macht schneller abhängig als bei Erwachsenen.

Aufhören ist möglich – auch wenn es nicht immer einfach ist. Auf www.stopsmoking.ch gibt es kostenlose und anonyme Beratung, telefonisch, online oder per Video. Viele Betroffene unterschätzen zu Beginn, wie stark die Abhängigkeit ist, was einen weiteren Grund liefert, gar nicht erst damit anzufangen oder frühzeitig Unterstützung zu suchen.

Präventionspaket für Schulen: BALD VERFÜGBAR

Zum Thema Vape erarbeitet das Amt für Umwelt derzeit ein kostenloses Präventionspaket. Zielgruppen sind Schulverwaltungen, Lehrkräfte und weitere Fachpersonen. Das Paket wird Materialien, Informationen, einen Quiz und weitere spannende Angebote enthalten. Diese lassen sich unkompliziert im Unterricht oder bei Veranstaltungen einsetzen. Damit möchten wir Schulen dabei unterstützen, Jugendliche verständlich und jugendgerecht über Vapes, Gesundheit und Umwelt zu informieren. Das Präventionspaket soll ab 2027 kostenlos online zur Verfügung stehen.

Wer informiert werden möchte, wenn das Präventionspacket fertig ist, kann uns hier eine E-Mail schreiben

Kontakt

Larissa Grossenbacher, Tel. 032 627 24 53

Carmen von Sury, Tel. 032 627 24 50

Amt für Umwelt

Werkhofstrasse 5
4509 Solothurn

Öffnungszeiten
Montag - Donnerstag
08:00 - 12:00 / 13:30 - 16:30
Freitag
08:00 - 12:00 / 13:30 - 16:00